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Illegale Zucht und Beschlagnahmung exotischer Tiere in Mallorca

Die Polizei hat zwei russische Staatsbürger verhaftet, nachdem bei einer Razzia auf Mallorca Beweise für einen illegalen Online-Handel mit exotischen Katzen gefunden wurden. Die Verdächtigen sollen auch Wildkatzen mit Hauskatzen gekreuzt haben, um wertvolle Hybriden zu erzeugen.

Redaktion Wild beim Wild — 16. April 2025

Die Behörden beschlagnahmten 19 Tiere, darunter einen Karakal und zwei Servale, bei einem Einsatz in Manacor auf der Baleareninsel Mallorca, wie die Guardia Civil mitteilte.

Mehr als 40 illegale Tierpässe aus Ländern wie Russland, Belarus und China wurden ebenfalls gefunden.

Die meisten der zum Verkauf angebotenen Tiere stammten aus Russland, Belarus und der Ukraine und wurden illegal in die Europäische Union gebracht.

Die Operation begann im März letzten Jahres, als die Guardia Civil auf ein Paar in Palma de Mallorca aufmerksam wurde, das Servale, Karakale und Hybride mit Hauskatzen züchtete, um sie über soziale Netzwerke zu verkaufen.

Die Verdächtigen sollen weisse Tiger, für die sie 60’000 Euro verlangten, eurasische Luchse, Hyänen, Leoparden und Pumas zum Verkauf angeboten haben.

Versuche, diese Katzenarten als Haustiere zu züchten und zu besitzen, sind in Russland und der Ukraine weitverbreitet, und der Trend wird inzwischen auch in anderen Ländern nachgeahmt, fügten die Behörden hinzu.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Zucht von Karakalen und Servalen auf Mallorca nur die „Spitze des Eisbergs“ eines internationalen Netzwerks mit anderen geschützten Arten wie weissen Tigern war.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 48-jährigen russischen Mann und eine 46-jährige russische Frau. Gegen einen 48-jährigen Israeli wird ebenfalls ermittelt.

Die Tiere werden in ein Rettungs- und Rehabilitationszentrum für exotische Säugetiere in Alicante im Osten Spaniens gebracht.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger.

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