Wildschwein erlegt Hobby-Jäger
In Ligurien wurde ein Hobby-Jäger bei einer Wildschweinjagd von einem Wildschwein schwer verletzt. Er starb später im Krankenhaus.
Ein Hobby-Jäger, der bei einer Hobby-Jagd in den Wäldern von Ligurien von einem Wildschwein verletzt wurde, ist gestern Abend im Krankenhaus von Alessandria gestorben.
Keiler rächt sich an seinem Angreifer
Am 20.9.2021 waren einige Mitglieder einer italienischen Jagdgesellschaft auf einem Jagdausflug im Gebiet von Castelletto d’Orba.
Jagdhunde trieben das Wildschwein in ein Gebiet, in dem Hobby-Jäger stationiert waren. Lazzaro Valle schoss auf das Wildtier und verwundete es. Anstatt wegzulaufen, raste der Keiler auf den Wildtierkiller und warf ihn einige Male von den Füssen, wodurch eine Verletzung der Oberschenkelarterie verursacht wurde.
Weiterer Jagdunfall in Turin
Der Mann wäre nicht das erste Opfer der Jagdsaison 2021/22, die allein im letzten Jahr Dutzende Menschen das Leben gekostet hat.
Erst vor wenigen Wochen ereignete sich ein weiterer dramatischer Unfall während eines Jagdausflugs. Ein Mann, Valerio Celegato, starb, als er versehentlich über sein Gewehr stolperte. Der Rekonstruktion zufolge war der Hobby-Jäger auf einem Bergpfad unterwegs, als er auf seiner eigenen Waffe ausrutschte.
Die Hobby-Jagd – vielleicht eine Freizeittätigkeit, die ein wenig zu gefährlich ist für Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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