Hobby-Jäger schiesst auf Pony: Tier eingeschläfert
Wer ohne technische Hilfsmittel kein erfolgreicher Hobby-Jäger ist, wird es mit Nachtsichtgeräten auch nicht.
Ein Hobby-Jäger soll in Niederösterreich vergangene Woche ein Pony mit einem Wildschwein verwechselt haben.
Pony mit Nachtzielhilfe angeschossen
Der Gewalttäter soll in Neulengbach (Bezirk St. Pölten) aktiv gewesen sein. Der Mann hatte das Tier laut seinen Angaben mit einem Wildschwein verwechselt, bestätigte die Polizei. Er nutzte dabei eine Nachtzielhilfe, hiess es vom Jagdverband. Das angeschossene Pony musste eingeschläfert werden, gegen den Mann wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.
Nachtzielhilfe für Schwarzwild erlaubt
Die Zielhilfe ist laut Angaben des NÖ-Jagdverbandes für die Hobby-Jagd auf Schwarzwild erlaubt, der Mann hat die Voraussetzungen dafür erfüllt. Eine Anzeige wurde erstattet, ein Bericht geht an die Staatsanwaltschaft, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Dann wird die Anklagebehörde entscheiden, ob ein strafrechtlicher Tatbestand vorliegt.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie Hobby-Jäger trotz technischer Hilfsmittel grundlegende Fehler begehen, die Tiere das Leben kosten. Wer ein Pony nicht von einem Wildschwein unterscheiden kann, hat im Feld nichts verloren.
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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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