Falsche Wölfe geschossen – nun fordern Wolfsbefürworter Konsequenzen
Die Waadtländer Wildhut schoss irrtümlich den Leitwolf statt ein Jungtier. Die Gruppe Wolf Schweiz fordert Konsequenzen nach mehreren Fehlabschüssen.
Mindestens drei Wölfe nicht korrekt geschossen
Die Waadtländer Wildhut hat bei einer Regulierungsmassnahme fälschlicherweise den Leitwolf eines Rudels statt ein Jungtier geschossen.
Die Gruppe Wolf Schweiz fordert nun Konsequenzen, nachdem es bereits in anderen Kantonen zu solchen Fehlabschüssen gekommen war.
Der Kanton Waadt bestätigte, dass Ende November irrtümlicherweise der Leitwolf des Marchairuz-Rudels abgeschossen wurde. Im Oktober war im Kanton Graubünden statt einem Jungwolf des Moesolarudels der Leitrüde getötet worden. Im März war im Wallis ein nicht zum Abschuss freigegebener Wolf erlegt worden.
Diese Fehlabschüsse seien rechtswidrig, weil andere als die zum Abschuss freigegebenen Tiere getötet worden seien, schreibt die Organisation. Sie erwägt rechtliche Schritte und fordert ein Moratorium für Wolfsabschüsse im Jurabogen. Abschüsse von Leittieren könnten dazu führen, dass sich Rudel auflösten. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle.
«Wolfsbestand im Jura gefährdet»
Im gesamten Jurabogen gibt es laut der Gruppe Wolf Schweiz lediglich zwei Wolfsrudel. In beiden Rudeln wurden im Herbst 2022 Leittiere getötet.
Die Organisation moniert, dass damit der noch verletzliche regionale Wolfsbestand im Jura akut gefährdet sei. Sie fordert ein sofortiges grenzüberschreitendes Moratorium für Regulierungsabschüsse. Mehr zum Thema Wolfsschutz und Herdenschutz.
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
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