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Jagd

Hobby-Jagd auf Wolf in Uri kostet Steuerzahler 43’500 Franken

Der erste Wolf nach 160 Jahren in Uri wurde auf einer zweiwöchigen Hobby-Jagd erlegt. Kosten für die Steuerzahler: 43’500 Franken. Mehr zum Wolf in der Schweiz.

Redaktion Wild beim Wild — 15. Oktober 2016

Es handelte sich um den ersten Wolf nach 160 Jahren, der in Uri auf der zweiwöchigen Hobby-Jagd erlegt wurde.

Der Rüde italienischer Abstammung hatte zuvor im Frühjahr und Sommer auf Alpen über 70 Schafe gerissen.

Kosten der Wolfsjagd

Am 28. Juli fiel der Schuss. Ein Hobby-Jäger hatte Wolf M68 erlegt. Für die Hobby-Jagd standen 2 Vollamtliche sowie 7 Hilfswildhüter und 23 Hobby-Jäger im Einsatz. Sie leisteten Einsätze im Wert von 25’000 Franken, die allenfalls teils als Überzeit kompensiert werden. Der Einsatz der Hobby-Jäger schlägt mit rund 8’500 Franken zu Buche. Hinzu kommen gut 10’000 Franken für Helikopterflüge, Fahrten, Übernachtungen in einer Hütte und Mahlzeiten.

Wie viel die Präsenz des Wolfes in Uri gekostet hat, ist unklar. Die Ausgaben für den Herdenschutz und die Entschädigungen für die Schafhalter sind noch nicht bekannt. 2015 erhielten Bauern für 55 gerissene Schafe im Isenthal 37’500 Franken Entschädigungen.

Der Regierungsrat hat beschlossen, das Tier zu präparieren und zu erhalten. Wo das präparierte Tier allenfalls ausgestellt wird, wird in den kommenden Wochen geklärt.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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