Appenzell: Jagdsaison Schalenwild beendet
In Appenzell Innerrhoden ist die Jagdsaison 2021 auf Schalenwild abgeschlossen. 299 Rehe und 14 Hirsche wurden erlegt.
Am Mittwoch, 15. Dezember 2021, ging in Appenzell I.Rh. die Jagdsaison auf das Rotwild zu Ende.
Somit konnte die Jagdsaison für Schalenwild abgeschlossen werden.
Die Rehwildjagd verlief plangemäss. Mit einer Abschusszahl von 299 Stück Rehwild wurde wie im Vorjahr eine wunschgemäss hohe Strecke erreicht. Die angehobene Abschusszahl beim Rehwild ist jagdplanerisch gewollt und soll als kompensatorische Mortalität zu den hohen Abgängen im Strassenverkehr wirken sowie den Wildeinfluss auf den Wald minimieren.
Aufgrund der letztjährigen Gamsblindheit im Alpstein wurde die Gamsjagd im Jahr 2020 von der Standeskommission komplett untersagt. Das erfreuliche Ergebnis dieser sehr wichtigen Massnahme konnten die Jägerinnen und Jäger sowie die Jagd- und Fischereiverwaltung bereits dieses Jahr feststellen, sodass eine sehr dezente Gamsjagd stattfinden konnte. Von den freigegebenen 30 Gämsen wurden deren 28 erlegt.
Auf der Rotwildjagd wurden insgesamt 70 Tiere erlegt. Im eidgenössischen Jagdbanngebiet Säntis erlegte die Wildhut mit Zustimmung des Bundes, der Naturschutzorganisationen und mit Auftrag der Standeskommission 20 Stück Rotwild. Dies hat wesentlich zur Verbesserung der Abschussergebnisse beigetragen und stellt eine weitere, ressourcenintensive Zusatzaufgabe für die Jagdverwaltung dar. Zu erwähnen ist auch der gute Verlauf der Sonderjagd auf Rotwild, auf welcher insgesamt 19 Tiere erlegt werden konnten. Dies sind 38 % der Jagdstrecke ausserhalb des Schutzgebiets.
Im Rahmen der Steinwildjagd wurden die vorgesehenen sieben Tiere erlegt. Dank der konsequenten Umsetzung der im Jahr 2015 erarbeiteten Massnahmen für die langfristige Sicherung der heimischen Steinwildkolonie konnten wiederum mehrere, wirklich alte Böcke im Bestand festgestellt werden.
Für das Schalenwild kehrt nun die in den kommenden Monaten so wichtige Ruhe ein. Aus diesem Grund wird die Jagd in Appenzell I.Rh. jeweils ab Mitte Dezember eingestellt.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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