England: Prinz George muss mit 5 Jahren mit auf die Jagd
Tierschützer sind der Meinung, dass Prinz George «Alpträume» haben könnte, nachdem er zu einer Moorhuhn-Jagd gebracht wurde.
Prince Georg
Tierschützerinnen und Tierschützer sind der Meinung, dass Prinz George «Alpträume» haben könnte, nachdem er zu einer Moorhuhn-Jagd gebracht wurde.
Der Fünfjährige wurde vergangenes Wochenende in das Anwesen der Königin Balmoral in Schottland chauffiert, um zu sehen, wie seine Eltern Kate Middleton und Prince William die Vögel erschossen.
PETA warnt vor psychischen Schäden
PETA England hat die Veranstaltung ins Visier genommen und das Tiere-Schiessen als «Blutsportart» bezeichnet. Direktorin Elisa Allen von PETA sagte, die schreckliche Erfahrung könnte Georges «Psyche» schädigen, da es einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Grausamkeit gegenüber Tieren in der Kindheit und antisozialem Verhalten im Erwachsenenalter gibt.
Jugendliche, die schon einmal Tiere gequält haben, begehen dreimal häufiger gewalttätige Delikte, als tierliebende Knaben und Mädchen.
Nicht wenige Menschen sehen heutzutage das Schiessen auf Vögel als nichts anderes als eine Form von Sport. Eine gewalttätige Perversion, die schöne Vögel verletzt und tötet, die niemandem etwas zuleide tun.
«Dass ein Kind Zeuge eines solchen zwanglosen Tötens wird, im Beisein seiner Eltern, zu denen er ebenfalls aufblickt, ist potenziell ebenso schädlich für seine Psyche, wie für das Leben des Vogels. Um ihm zu einem verantwortungsvollen, mitfühlenden Führer zu verhelfen, müssten seine Eltern ihm Respekt für alle Lebewesen lehren.»
700’000 Moorhühner jährlich erschossen
PETA stellt fest, dass in Grossbritannien jährlich schätzungsweise 700’000 Moorhühner auf der Hobby-Jagd einfach so zum Spass erschossen werden. PETA weiss auch, dass eine grosse Anzahl von Tieren wie Füchse, Wiesel und Eichhörnchen von Hobby-Jägern getötet werden, um die Moorhühner gerade so lange zu «beschützen», dass sie erschossen werden können.
Die Royals verstossen mit ihrer Tätigkeit auch gegen die Charta des UNO-Ausschusses für Kinderrechte: dass Kinder vor Gewalt zu schützen sind. Mehr zu Psychologie und Hobby-Jagd und zu Tierrechten.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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