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Ein Wald im Kanton Aargau: Kein Ausweg vor der Treibjagd

Jener Wald im Aargau, jene Nachsuche, jener Schuss: Genau solche Szenen zeigen, wie dünn die Grenze zwischen «normaler» Hobby-Jagd und strafbarer Tierquälerei ist: rechtlich wie moralisch.

Redaktion Wild beim Wild — 8. Februar 2026

In dieser TierCrime-Folge wird klar, wann aus Hobby-Jagd strafbare Tierquälerei werden kann und warum das Gesetz Tierleid im Wald im Kanton Aargau trotzdem zulässt.

Ein Tatort im klassischen Sinn. Eine Treibjagd. Ein Schuss. Todesangst. Und ein Ende, das quälend lange dauert. Was Hobby-Jäger als Routine verbuchen, ist für das betroffene Tier ein Martyrium: legal, geduldet und fast unsichtbar.

Ist das noch Hobby-Jagd oder schon Tierquälerei? «TierCrime mit VanDam» nimmt einen Fall aus der Schweiz unter die Lupe, bei dem ein verletztes Wildtier zur Zielscheibe von Rechtfertigungen wird: Jagdrecht trifft Tierschutzrecht, Tradition trifft Strafgesetz.

Dami fragt nach: Wann wird Hobby-Jagd zur Tierquälerei? Wo endet eine tierschutzkonforme Nachsuche und wo beginnt Misshandlung? Warum ist Leid erlaubt, sobald man es «Jagd» nennt?

Ein Fall über Angst, Ausreden und darüber, wie schnell Tierleid unsichtbar wird, sobald Tradition, Jagdlobby und Behördenversagen zusammenkommen.

Ebenso zeigt der föderale Vergleich innerhalb der Schweiz, dass Bewegungs- und Treibjagden keineswegs alternativlos sind. In 16 Kantonen mit Patentjagd wird Wildtiermanagement ohne revierbasierte Treibjagden organisiert, während nur 9 Kantone an der Revierjagd festhalten, in der Bewegungsjagden strukturell verankert sind. Dass Wildbestände in Patentjagd-Kantonen nicht kollabieren und ökologische Schäden nicht eskalieren, widerlegt das politische Narrativ, Bewegungsjagden seien zwingend notwendig. Die Unterschiede sind jagdpolitisch motiviert, nicht ökologisch begründet.

«TierCrime mit VanDam» erzählt wahre Fälle von Tierquälerei aus der Schweiz schonungslos, fundiert und mit juristischer Präzision. Für die Tiere, die keine Stimme haben.

Dieser Podcast gehört allen, die Tieren eine Stimme geben wollen: Menschen, die Hobby-Jagd kritisch sehen, Tierschutz ernst nehmen und verstehen wollen, wie Tierquälerei im «Land des Tierwohls» möglich bleibt.

Für mehr Hintergründe zur Hobby-Jagd in der Schweiz und zu strukturellen Problemen im Tierschutzvollzug lohnt sich ein Blick auf die Analysen und Dossiers bei wildbeimwild.com.

Dossier: Jagd und Tierschutz

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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