Deutschland gegen Trophäenjagd auf bedrohte Arten
Die Bundesregierung tritt aus dem Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes aus und positioniert sich klar gegen die Trophäenjagd.
Ausstieg aus dem Internationalen Jagdrat
Die Bundesregierung setzt ein starkes Zeichen gegen die Hobby-Jagd auf bedrohte und international geschützte Tierarten. Nach dem Ausstieg aus dem Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) schafft sie Klarheit: Eine Bejagung von Arten, die im Bestand bedroht sind, sollte grundsätzlich nicht erfolgen.
Deutschland ist mit Abstand der grösste Importeur von Jagdtrophäen in der EU. 4’242 Einfuhrvorgänge gab es zwischen 2016 und 2022, darunter 158 Leoparden, 143 Afrikanische Elefanten, 112 Löwen und 51 Geparden.
89 Prozent gegen Trophäenimporte
«Deutschland als Schlüsselland in der EU muss endlich Verantwortung übernehmen und den unnötigen Abschuss unzähliger bedrohter Tiere stoppen», sagt Thomas Schröder, Vize-Präsident des Deutschen Naturschutzrings.
In einer aktuellen Umfrage sprechen sich 89 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger gegen die Einfuhr von Jagdtrophäen aus. Mehrere europäische Länder haben bereits Importverbote erlassen. Mehr zum Thema Artenschutz und Jagdgesetz.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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