Lama-Killer verliert Jagdpatent
Ein Hobby-Jäger erlegte im Muotathal ein Lama statt eines Hirsches. Er verliert sein Jagdpatent und muss eine Busse zahlen.
Ein Wildtierkiller erlegte auf der Hochjagd im Muotathal anstelle von einem Hirsch, Reh oder Gämse ein Lama.
Die Tiere weideten zusammen mit Schafen eingangs Bisistal zwischen Stahli und Suteren im Kanton Schwyz, als der verhängnisvolle Schuss fiel. Es handelte sich unglücklicherweise sogar um die Leitstute, schreibt die Luzerner Zeitung.
Vertuschen und «unter der Hand» einigen
Nachdem er von der Kantonspolizei einvernommen wurde, habe man die Staatsanwaltschaft involviert. «Diese muss nun den Sachverhalt prüfen und die Art der Bestrafung festlegen.» Erschwerend komme sicher hinzu, dass der Hobby-Jäger den Fehlabschuss vertuschen und sich mit dem Bauer «unter der Hand» einigen wollte.
Für Manuel Wyss von der Jagdverwaltung Schwyz ist klar, dass dieser Vorfall Konsequenzen haben muss: «Wenn ein Hobby-Jäger sich zur Schussabgabe entscheidet, muss er wissen, auf was er schiesst.» Und so ist für ihn klar: «Dieser Hobby-Jäger hat ziemlich sicher für eine Weile fertig gejagt», schreibt srf.ch.
Drei Fehlschüsse im September
4. September: Wenige Hundert Meter nördlich des jurassischen Städtchens Pruntrut erschiesst ein Hobby-Jäger versehentlich ein Pferd. Erlegen wollte er ein Wildschwein.
8. September: Nur vier Tage später schiesst ein Hobby-Jäger im Oberengadin GR aus Versehen auf ein Pferd, das er für einen Rehbock hält. Das schwerverletzte Isländer Pferd muss anschliessend eingeschläfert werden.
21. September: Im Muotatal SZ erschiesst ein Hobby-Jäger ein Lama, das von einem Landwirt als Herdenschutztier eingesetzt wurde. Da der Hobby-Jäger den Vorfall nicht gemeldet hat, obschon eine Meldepflicht besteht, muss er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
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