Escobars Nilpferde sterilisiert
In Kolumbien wurden 24 Nilpferde auf der ehemaligen Farm von Pablo Escobar sterilisiert. Die unkontrollierte Vermehrung soll eingedämmt werden.
Um die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen, haben Tierschutzorganisationen 24 Nilpferde sterilisiert.
GonaCon statt Abschuss
Die Behörden in Kolumbien haben 24 Nilpferde auf der ehemaligen Farm des verstorbenen Drogenbarons Pablo Escobar sterilisiert.
Die Wildtiere hätten sich unkontrolliert vermehrt, erklärte die Umweltschutzorganisation Cornare. Escobar hatte zwei Nilpferde sowie weitere exotische Tiere wie Giraffen, Zebras und Kängurus auf der Farm gehalten. Nach seinem Tod wurden alle Tiere verkauft – bis auf die Nilpferde. Diese pflanzten sich zu einer Herde von 80 Tieren fort.
24 Nilpferden sei anhand von Pfeilen ein Medikament namens GonaCon verabreicht worden, teilte Cornare weiter mit. Dabei handle es sich um ein Verhütungsmittel, das sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen wirksam sei. Weitere elf Nilpferde seien auf herkömmliche Art sterilisiert worden.
Escobars Farm ist nun Touristenattraktion
Die vermutlich grösste Nilpferd-Herde ausserhalb Afrikas hatte zunehmend für Probleme gesorgt. «Die Anwesenheit dieser Tiere in einem Ökosystem, das nicht ihr eigenes ist, hat Folgen wie die Verdrängung der örtlichen Fauna.» Die Tiere hätten auch mehrfach Fischer angegriffen, erklärte der Cornare-Mitarbeiter David Echeverri.
Nach Escobars Tod 1993 hatte es Streit um den Besitz seiner 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bogotá gelegenen Farm gegeben. Der private Tierpark «Hacienda Napoles» wurde schliesslich als Attraktion für Touristinnen und Touristen geöffnet.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →