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TierCrime: Podcast über die Hundehölle von Ramiswil

Auf einem abgelegenen Hof leben über 160 Tiere – Hunde, Pferde, Ziegen. Als die Behörden eingreifen, endet der Einsatz in einer Tragödie: 120 Hunde werden noch vor Ort getötet. Wie konnte es so weit kommen?

Redaktion Wild beim Wild · 30. November 2025
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«Waffenstillstand»

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Was als Tierhaltung beginnt, endet in einer Katastrophe.

Als die Behörden nach jahrelangen Hinweisen endlich einschreiten, werden 120 Hunde noch vor Ort getötet. Ein extremer Fall von Tierverwahrlosung, der zeigt, wie schnell Tiere zu Opfern eines Systems werden, das sie eigentlich schützen sollte.

Genau solche Fälle nimmt sich der neue True-Crime-Podcast «TierCrime mit VanDam» vor. Zwei Juristinnen analysieren darin echte Fälle von Tierquälerei in der Schweiz und legen offen, wo der Tierschutzvollzug versagt.

Tierquälerei in der Schweiz ist kein Einzelfall

Offiziell gilt die Schweiz gerne als Land mit einem fortschrittlichen Tierschutzgesetz. In der Realität jedoch bleiben viele Fälle von Tierquälerei und Tierverwahrlosung lange unentdeckt oder werden zwar gemeldet, aber ungenügend verfolgt. Tiere leiden im Verborgenen, während Verfahren verschleppt werden, Kontrollen ausfallen oder Zuständigkeiten unklar bleiben.

Der Fall Ramiswil ist kein isolierter Ausrutscher, sondern ein Symptom struktureller Probleme im Vollzug des Tierschutzrechts.

Ramiswil: 160 Tiere, 120 tote Hunde

Auf dem Hof in Ramiswil werden über Jahre hinweg Hunde und andere Tiere gehalten, vermehrt, verwahrlost. Hinweise aus der Bevölkerung, Sorgen von Nachbarinnen und Nachbarn, Verdachtsmomente auf Tierquälerei: All das ist vorhanden. Trotzdem dauert es lange, bis die Behörden konsequent eingreifen.

Als es schliesslich zur Intervention kommt, ist es für viele Tiere zu spät. Rund 160 Tiere werden sichergestellt, 120 Hunde werden noch vor Ort eingeschläfert. Was als Einsatz zum Schutz der Tiere gedacht ist, entwickelt sich zur Tragödie, die viele Fragen aufwirft:

  • Warum wurden Warnsignale so lange ignoriert?
  • Wieso konnten sich die Zustände derart verschlimmern?
  • Weshalb mussten so viele Tiere sterben, statt frühzeitig geschützt zu werden?

Wenn Meldungen aus der Bevölkerung ins Leere laufen

Im Podcast «TierCrime mit VanDam» erklären die Juristinnen Dami Kiefer und Vanessa Gerritsen, wie der Fall Ramiswil juristisch einzuordnen ist und wo der Schweizer Tierschutzvollzug konkret versagt hat. Sie zeigen anhand dieses und anderer Fälle, weshalb:

  • Meldungen von Privatpersonen werden häufig nicht ernst genug genommen werden
  • Informationslücken zwischen verschiedenen Behörden entstehen
  • Zuständigkeitsfragen und Ressourcenprobleme dazu führen, dass Tiere weiter leiden

So wird sichtbar, wie ein System, das Tiere schützen soll, sie in der Praxis oft im Stich lässt.

Juristinnen decken Systemfehler im Tierschutzvollzug auf

Der Podcast beschränkt sich nicht auf schockierende Einzelfälle. Dami Kiefer und Vanessa Gerritsen bringen ihre juristische Expertise ein und machen deutlich, wo strukturelle Probleme liegen:

  • ungenügende oder verzögerte Kontrollen
  • mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Polizei, Veterinärämtern und anderen Behörden
  • rechtliche Hürden, die konsequentes Eingreifen erschweren
  • ein Vollzug, der stark von einzelnen Personen und ihrem Engagement abhängt

Gerade im Fall Ramiswil zeigt sich, wie gefährlich diese Systemfehler für Tiere werden können. Hätten Kontrollen früher und konsequenter stattgefunden, hätten viele der 120 Hunde wohl gerettet werden können.

True Crime für Tiere: Warum dieser Podcast wichtig ist

«TierCrime mit VanDam» erzählt wahre, dokumentierte Fälle von Tierquälerei aus der ganzen Schweiz. Die Spannbreite reicht:

  • vom Schicksal einzelner verwahrloster oder ausgesetzter Haustiere
  • bis zu grossen Skandalen, in denen Hunderte von Tieren betroffen sind

Der Podcast will nicht nur emotional berühren, sondern auch aufklären. Er zeigt, wie Tierleid entsteht, warum unser System der Kontrolle und des Vollzugs immer wieder versagt und was sich ändern müsste, damit Tiere wirksam geschützt werden.

Themen dieser Folge:

  • Behördliches Versagen und Informationslücken
  • Systemfehler im Schweizer Tierschutzvollzug
  • Die Rolle von Hinweisen aus der Bevölkerung

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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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