Frau ertränkt Hund auf Flughafentoilette in Orlando
Eine Frau hat ihren Hund in der Toilette eines Flughafens in Florida ertränkt und dann ihren internationalen Flug angetreten, nachdem sie den weissen Zwergschnauzer wegen eines Problems mit dem Papierkram nicht mitnehmen durfte, so die Behörden.
Die Frau wurde in Lake County wegen schwerer Tierquälerei verhaftet, einem Kapitalverbrechen dritten Grades.
Sie wurde gegen eine Kaution von 5’000 Dollar freigelassen.
«Diese Tat war vorsätzlich und führte zu einem grausamen und unnötigen Tod des Tieres», heisst es in einer eidesstattlichen Erklärung des Orlando Police Department. Das Tierschutzproblem zeigt sich hier in erschreckender Weise.
Hund im Müllcontainer einer Toilettenkabine gefunden
In den Online-Gerichtsunterlagen war kein Anwalt für die Frau aus Kenner, Louisiana, angegeben.
Die Ermittlungen zum Tod des 9-jährigen Schnauzers Tywinn begannen im Dezember, als ein Hausmeister den Hund in einer Mülltüte in einer Toilettenkabine des internationalen Flughafens Orlando fand.
Der Hausmeister hatte zuvor gesehen, wie die Frau in der Kabine Wasser und Hundefutter vom Boden der Kabine aufwischte. Die Hausmeisterin wurde wegen eines Reinigungsnotfalls weggezogen und kehrte 20 Minuten später in die Toilette zurück, wo sie Tywinn im Müllcontainer fand, zusammen mit einer Weste, einem Halsband, einer Tollwutmarke, einer Reisetasche für den Hund und einer knochenförmigen Hundemarke mit dem Namen und der Telefonnummer der Frau, so die Ermittler.
Überwachungskameras dokumentieren den Vorfall
Die Überwachungskameras des Flughafens zeichneten auf, wie die Frau mit dem Hund im Schlepptau 15 Minuten lang mit einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft Latam Airlines sprach, dann mit dem Hund in eine Toilette in der Nähe des Ticketverkaufsbereichs ging und die Toilette weniger als 20 Minuten später ohne Tywinn wieder verliess. Die Frau verliess dann das Terminalgebäude, betrat es kurze Zeit später wieder, passierte die Sicherheitskontrolle und bestieg das Flugzeug nach Kolumbien, so der Bericht.
Die Behörden erklärten, dass der Frau gesagt wurde, sie könne ihren Hund nicht an Bord bringen, weil sie nicht über die erforderlichen Papiere verfüge. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums müssen Hunde, die aus den USA nach Kolumbien reisen, von einem tierärztlichen Gesundheitszeugnis und einem Tollwut-Impfschein begleitet sein. Mehr zu den Tierrechten.
Der Hund wurde anhand seines implantierten Mikrochips identifiziert, und bei der Obduktion wurde festgestellt, dass Tywinn ertränkt worden war. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde bestätigte den Ermittlern ausserdem, dass die Frau einen Flug nach Bogota, Kolumbien, bestiegen hatte und dann nach Ecuador geflogen war.
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