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Tierwelt

Wenn Hunde und Katzen ins Rentenalter kommen

Genau wie bei Menschen steigt auch bei Haustieren die Lebenserwartung. Bei guter Pflege können kleine und mittelgrosse Hunderassen über 15 Jahre alt werden. Katzen erreichen immer öfter sogar ein Alter von 18 Jahren und mehr. Laut der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gilt es jedoch zu beachten, dass sich die Bedürfnisse in der Seniorenphase ändern.

Redaktion Wild beim Wild — 13. März 2025

Die Pflege und Fürsorge für ältere Haustiere sind ein wichtiges Thema, das oft zu wenig Beachtung findet.

Wer sich für ein junges Haustier als Lebensbegleiter entscheidet, stellt im Laufe der Jahre Veränderungen bei seinem Vierbeiner fest. Irgendwann lässt der Spieltrieb der Katze oder des Hundes nach. Gleichzeitig nimmt das Schlafbedürfnis und vielleicht auch die Schreckhaftigkeit zu. Neue und stressige Situationen sollten vermieden werden, etwa das Verstellen von Möbeln oder das Ersetzen des geliebten Kratzbaums. Besser ist es, einen ruhigen, bequemen Rückzugsort zu schaffen.

Hunde und Katzen werden immer älter, und ihre Bedürfnisse verändern sich im Laufe der Jahre. Hier sind einige Tipps und Hinweise, wie Sie dafür sorgen können, dass Ihre vierbeinigen Senioren ein glückliches und gesundes Leben geniessen. Mehr zu den Tierrechten.

Regelmässige Tierarztbesuche

Die gesundheitliche Überwachung ist essenziell. Senioren benötigen häufigere Tierarztbesuche, um mögliche Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Regelmässige Blutuntersuchungen und Impfungen sind wichtig, um die Gesundheit Ihres Haustieres zu erhalten. Analog zum Alter steigt bei Haustieren auch das Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme. Dazu gehören vor allem chronische Nierenerkrankungen, Gelenkprobleme wie Arthrose und Schilddrüsenerkrankungen, die den Stoffwechsel und das Gewicht beeinflussen. Katzen leiden dabei meist unter einer Überfunktion (Hyperthyreose), während Hunde eher von einer Unterfunktion (Hypothyreose) betroffen sind. Um solche Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können, ist mindestens einmal im Jahr ein durchgeführter Seniorencheck bei der Tierärztin oder beim Tierarzt wichtig.

Eine weitere altersspezifische Krankheit ist das kognitive Dysfunktion-Syndrom, gemeinhin als Demenz bezeichnet. Aufgrund von Plaque-Ablagerungen im Gehirn lassen bei vielen älteren Hunden und Katzen die kognitiven Fähigkeiten nach, was sich auf das Erinnerungsvermögen, die Lernfähigkeit, Auffassungsgabe und Aufmerksamkeit auswirkt. Dies hat starke Auswirkungen auf das Verhalten des Tieres und führt zu neuen Herausforderungen im Alltag.

Ernährung anpassen

Ein wichtiger Aspekt, um das Wohlbefinden betagter Haustiere zu fördern, ist eine angepasste, ausgewogene Ernährung. Im Handel gibt es eine breite Palette an speziellen Futtermitteln für Seniorinnen und Senioren, die den veränderten Bedürfnissen gerecht werden und beispielsweise gegen Nieren- und Gewichtsprobleme helfen oder den Stoffwechsel unterstützen. Lässt das Gebiss im Alter nach, empfiehlt es sich zudem vermehrt auf Nass- statt auf Trockenfutter zu setzen. Die Zähne sollten ohnehin regelmässig kontrolliert werden, da die Tierärztin oder der Tierarzt Veränderungen sehen kann, die Haltende nicht erkennen, unter anderem gefährliche verdeckte Infektionen.

Bewegung und Beschäftigung

Auch im Alter benötigen Tiere ausreichend Bewegung. Passen Sie jedoch die Intensität und Dauer der Aktivitäten an das Alter und die Gesundheit Ihres Tieres an. Kurze, häufige Spaziergänge sind oft besser geeignet. Auch geistige Anregung durch Spielzeug oder Trainingseinheiten kann die Lebensqualität erhöhen.

Gemütlicher Schlafplatz

Ein warmer, bequemer Schlafplatz ist für ältere Tiere besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass der Platz gut gepolstert ist und sich an einem ruhigen Ort befindet. Ältere Tiere können anfälliger für Kälte und Zugluft sein.

Regelmässige Pflege

Die Fellpflege spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ältere Tiere können Schwierigkeiten haben, sich selbst ausreichend zu pflegen. Regelmässiges Bürsten und Kontrollen von Ohren, Zähnen und Krallen sind unerlässlich, um die Hygiene und das Wohlbefinden zu fördern. Älteren Katzen kann es zudem schwerfallen, ihr Fell wie früher zu pflegen, besonders bei Langhaarkatzen. Hier kann man mit einer entsprechenden Bürste unterstützen und gleichzeitig das seelische und körperliche Wohlbefinden steigern.

Aufmerksamkeit schenken

Senioren benötigen oft mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Arbeiten Sie an der Bindung zu Ihrem Haustier, indem Sie viel Zeit mit ihm verbringen. Streicheln, Kuscheln und gemeinsame Ruhezeiten fördern das Wohlbefinden und sind eine wichtige Quelle des Glücks für beide Seiten.

Das Altern bei Hunden und Katzen ist kein plötzlicher, sondern ein schleichender Prozess, der verschiedene Herausforderungen birgt. Stellt man sich jedoch auf die veränderten Bedürfnisse des Vierbeiners mit der nötigen Fürsorge ein, passt die Fütterung und Bewegung an und setzt auf eine gute veterinärmedizinische Vorsorge, steht einer guten Lebensqualität auch im hohen Alter nichts im Weg. Das Tierschutzproblem betrifft auch den Umgang mit älteren Haustieren.

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