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Tierwelt

Kolumbien: Tote nach Einsturz von Stierkampfarena

In Kolumbien sind bei einem Einsturz einer Stierkampfarena Menschen getötet und verletzt worden. Der Vorfall befeuert die Verbotsdebatte.

Redaktion Wild beim Wild — 27. Juni 2022
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Beim Einsturz einer behelfsmässigen Stierkampfarena im kolumbianischen Departement Tolima starben mindestens vier Menschen.

Mehr als 250 Personen wurden verletzt. Ein geflohener Stier sorgte danach für Panik in der Stadt.

Auf Videos in sozialen Medien ist zu sehen, wie am Sonntag auf einer Seite der Arena die mit Menschen gefüllten Holztribünen einstürzen. Laut Berichten handelt es sich dabei nicht um ein solides Gebäude, sondern um ein behelfsmässig aus Holzpfählen gezimmertes Stadion.

Hunderte Menschen waren im Publikum. Nach einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» verbreitete nach dem Vorfall ein geflohener Stier Panik in den Strassen der Stadt El Espinal, gut 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogota.

Neuer Präsident will Stierkämpfe verbieten

Staatspräsident Ivan Duque (45) kündigte auf Twitter Ermittlungen an. Sein gewählter Nachfolger Gustavo Petro (62) schrieb, er bitte die Lokalverwaltungen des Landes, keine Veranstaltungen mehr zu genehmigen, bei denen Menschen oder Tiere getötet würden.

Er erinnerte zudem an eine ähnliche Tragödie: Im Jahr 1980 war in der Stierkampfarena in Sincelejo, der grössten Kolumbiens, eine überfüllte Tribüne eingestürzt. Mindestens 300 Menschen starben.

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