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Wildtiere

In diesen Kantonen ist das Risiko für Wildunfälle höher

Jedes Jahr passieren tausende Wildunfälle. Besonders vorsichtig sollten Autofahrer in den Kantonen Jura, Graubünden und Freiburg sein – dort ist das Risiko deutlich höher als in anderen Regionen.

Redaktion Wild beim Wild — 27. September 2018

Jedes Jahr passieren tausende Wildunfälle. Besonders vorsichtig sollten Autofahrer in den Kantonen Jura, Graubünden und Freiburg sein – dort ist das Risiko deutlich höher als in anderen Regionen.

Dank Präventionsmassnahmen passieren immer weniger Unfälle auf unseren Strassen. Nicht so bei Wildunfällen: Die Zahl der Unfälle mit Tieren auf Schweizer Strassen ist seit Jahren gleichgeblieben. Allein der Axa werden jedes Jahr 3’000 Wildunfälle gemeldet.

Wildunfall im Jura neunmal häufiger als in Genf

«In den Kantonen Jura, Fribourg und Graubünden ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem Tier zusammenzustossen, bis zu neunmal höher als im Kanton Genf und rund viermal höher als in den Kantonen Zürich oder Tessin», sagt Bettina Zahnd, Leiterin Unfallforschung und Prävention bei der Axa.

Grafik Wildunfälle Schweiz
Grafik Wildunfälle Schweiz – Datenquelle: Axa (2017)

«Besondere Vorsicht ist jedoch im Oktober, November und Dezember geboten. Denn wenn die Tage kürzer werden, sind Wildtiere häufiger zur gleichen Zeit unterwegs wie Autofahrerinnen und Autofahrer», so Bettina Zahnd.

Jedes Jahr kommen Tausende Rehe und Hunderte Rothirsche und Wildschweine im Strassenverkehr ums Leben. Für den Menschen gehen die Zusammenstösse zwischen Auto und Wild zwar meist glimpflich aus, gleichwohl wurden gemäss Bundesamt für Statistik im letzten Jahr 78 Personen bei Tierunfällen leicht bis schwer verletzt.

Bei Kollisionsgefahr: Vollbremsung

Springt ein Wildtier tatsächlich überraschend vor das Auto, ist sofortiges Bremsen angesagt. «Eine Vollbremsung ist seit ABS auch bei rutschigen Strassen die beste Lösung. Damit kann Energie abgebaut werden, sodass die allenfalls folgende Kollision weniger heftig ist», erklärt Bettina Zahnd.

Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen

  • Nehmen Sie Verkehrsschilder mit dem Hinweis auf Wildwechsel ernst.
  • Fahren Sie auf Landstrassen und in Waldgebieten besonders achtsam. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit.
  • Schalten Sie, wenn möglich, die Scheinwerfer ein.
  • Sobald ein Wildtier am Strassenrand auftaucht: sofort bremsen, abblenden und, falls das Tier sich nicht entfernt, hupen.
  • Seien Sie gewappnet für weitere Wildtiere am selben Ort – die Tiere sind oft im Rudel unterwegs.

Was tun bei einer Kollision?

  • Halten Sie an und sichern Sie die Unfallstelle (Warnblinker, Pannendreieck).
  • Benachrichtigen Sie die Polizei (Tel. 117): Wildunfälle müssen in der Schweiz von Gesetzes wegen gemeldet werden.
  • Warten Sie auf die Polizei und versuchen Sie nicht, sich dem Tier zu nähern.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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