Hobby-Jäger freveln nebst der Natur auch Jagdkollegen
Immer wieder liest man von umgestürzten Hochsitzen, für die Jagdgegner verantwortlich gemacht werden. Oft sind es aber die Freizeitjäger selbst.
Wildkameras gestohlen, Jagdkanzel angezündet
Im erzgebirgischen Pöhla hat ein Hobby-Jäger seine Waidgenossen bestohlen und ist prompt in eine Falle getappt.
«Aus unseren Wildkameras verschwanden immer wieder Chips, manchmal das ganze Gerät», sagt Bernstein, der für den Revierpächter als Jagdaufseher fungiert. «Ausserdem wurden immer wieder Schilder abgerissen und sogar eine Jagdkanzel angezündet.»
Mitte Januar installierte Bernstein eine Überwachungskamera. Keine sechs Stunden später der Volltreffer: Ein gut bekannter Hobby-Jäger und Landwirt hatte die Wildtierkamera gestohlen. Er holte Werkzeug, kam zurück und brach die Kanzel auf, um zwei weitere Kameras zu stehlen.
Mehrere Anzeigen
Bernstein und seine Kollegen konnten den Weg des mutmasslichen Diebs auf den Meter genau verfolgen, da sie Sender in die Kameras eingebaut hatten. Das alles brachte dem Hobby-Jäger mehrere Anzeigen ein, wie tag24.de schreibt. Mehr zum Thema Kriminalität und Jagd.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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