BAFU entgleist beim Naturschutz
Gemeinsame Medienmitteilung von Pro Natura, WWF Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz, BirdLife Schweiz
Neue Jagdverordnung durch die Hintertüre
In einem demokratisch fragwürdigen Vorgehen will das Bundesamt für Umwelt BAFU durch die Hintertüre eine neue Jagdverordnung in Kraft setzen.
Quotenabschüsse sollen zu einer Ausrottung des Wolfes in weiten Teilen der Schweiz führen. Der Wille des Parlaments und des Volkes zur Umsetzung eines ausgewogenen Jagd- und Schutzgesetzes wird missachtet.
Massive Dezimierung des Wolfsbestandes befürchtet
Das BAFU blieb seit Herbst 2022 monatelang untätig, was die sachgerechte Umsetzung des Jagdgesetzes auf Stufe Verordnung angeht. Kurzfristig soll nun im Eilverfahren der Abschuss einer geschützten Tierart nach Quoten durchgesetzt werden. Gleichzeitig schwächt das BAFU durch Budgetkürzungen den bewährten Herdenschutz. Das BAFU will den Wolfsbestand von rund 30 auf 12 Rudel reduzieren.
Volkswille muss respektiert werden
Die Organisationen fordern im Interesse der Natur, der Glaubwürdigkeit der Parlamentsentscheide und entsprechend dem Volkswillen aus dem JSG-Referendum eine vollständige Kassierung des Verordnungsentwurfs. Alle Rudel über diesem Schwellenwert abschiessen zu wollen, ohne jeden Bezug zu einem drohenden Schaden, hat nichts mit der ursprünglich beschlossenen JSG-Revision zu tun.
Petition gegen proaktive Wolfsregulierung
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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