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Bär, Wolf oder Fuchs: Schafrisse sorgen im Kanton Uri für Wirbel

Tote Schafe im Kanton Uri sorgen für eine lebhafte Debatte darüber, wie sicher DNA-Nachweise sind. Nach einem tödlichen Angriff Anfang August im Göscheneralptal stand der Wolf im Verdacht, die Auswertung wies auf einen Fuchs hin, in die Fotofalle tappte aber ein Bär. Zwei Schafe wurden am 11. August im Gebiet Wandflueseeli in der Gemeinde Göschenen

Redaktion Wild beim Wild — 15. September 2018

Tote Schafe im Kanton Uri sorgen für eine lebhafte Debatte darüber, wie sicher DNA-Nachweise sind.

Nach einem tödlichen Angriff Anfang August im Göscheneralptal stand der Wolf im Verdacht, die Auswertung wies auf einen Fuchs hin, in die Fotofalle tappte aber ein Bär.

DNA-Analyse wies auf Fuchs hin

Zwei Schafe wurden am 11. August im Gebiet Wandflueseeli in der Gemeinde Göschenen gerissen, drei weitere mussten wegen ihrer Verletzungen notgeschlachtet werden. Die Schäfer trieben sodann die ganze Herde ins Tal.

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Die den Kadavern entnommene DNA wurde einem Fuchs zugeordnet. «Für mich war es hundertprozentig ein Bär», sagte Tierhalter Hannes Bissig. Das eine frisch getötete Schaf habe einen Kratzer am Kopf gehabt und sei auf der Seite aufgerissen gewesen. Zudem sei das 120 Kilogramm schwere Tier als Ganzes weggeschleift worden. So habe er schliesslich beim Kadaver eine Fotofalle errichtet, in die tatsächlich ein Bär tappte.

Dass die DNA-Auswertung auf einen Fuchs hindeutete, sei indes nichts Ungewöhnliches, sagte Jagdverwalter Josef Walker. Es dürfte sich dabei allenfalls um einen Nachnutzer gehandelt haben, ein solch grosses Schaf könne ein Fuchs nicht töten.

Herdenschutz beim Bären sehr anspruchsvoll

«Ich hinterfrage, wie sicher die DNA-Proben sind», sagte Schäfer Bissig. Der Informationsfluss müsse verbessert werden, etwa wenn man Kenntnis von einem Bären in der Region habe. Bei dauerhafter Präsenz des Bären könne man auf Herdenschutzmassnahmen gerade ganz verzichten.

Walker bestätigte, dass Herdenschutz beim Bären sehr anspruchsvoll sei. Doch ob Wolf oder Bär: Die Entschädigung für die getöteten Tiere an die Halter ist identisch.

Bereits im Frühling war ein Bär im Kanton Uri gesichtet worden. 2017 hatte ein Bär in Silenen einen Bienenstand beschädigt. Mehr zu Wildtieren und zum Jagdgesetz.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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