PETA kritisiert Jagdmesse in Neuburg scharf
An diesem Wochenende finden auf Schloss Grünau die «Internationalen Jagd- und Schützentage» statt. Die Messe lockt Hobby-Jäger und Interessierte mit Jagdhundevorstellungen, Greifvogelvorführungen und zahlreichen Ausstellern. Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an der Veranstaltung und fordert ein Ende der sogenannten Hobby-Jagd.
Nach Angaben der Organisation töten Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger in Deutschland jährlich mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie schätzungsweise rund 200’000 Katzen und zahlreiche Hunde, meist aus Freizeitinteresse oder unter dem Schlagwort «Naturverbundenheit».
Jagdmessen wie die in Neuburg verharmlosten laut PETA den gewaltsamen Umgang mit Wildtieren und dienten der Werbung für ein «tödliches Hobby».
Besonders kritisch sieht PETA die Beteiligung von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der auf der Webseite der Messe mit einem Grusswort angekündigt wird.
Die Lobbyarbeit von Staatsminister Hubert Aiwanger für ein blutiges und grausames Hobby ist beschämend, sagte PETA-Fachreferent Peter Höffken. Zudem würden zahlreiche Hunde und Wildvögel durch Vorführungen dem Messestress ausgesetzt.
Zur Begründung ihrer Forderung nach einem Verbot der Hobby-Jagd verweist die Organisation auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach Tierpopulationen sich ohne menschliches Eingreifen selbst regulieren. Die Hobby-Jagd zerstöre demnach soziale Strukturen in Tierbeständen und könne das Gegenteil des gewünschten Effekts bewirken. Auch auf das Risiko von Jagdunfällen weist PETA hin.
Die Messeveranstalter betonen hingegen regelmässig den angeblichen Beitrag der Hobby-Jagd zum Artenschutz und zur Pflege der Kulturlandschaft.
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