Niedersachsen: Jagdverbot auf Katzen kommt
Niedersachsen kündigt ein Jagdverbot auf Katzen und eine Kastrationspflicht an. Zwei Millionen heimatlose Katzen streifen durch Deutschland.
Betroffen wären davon freilebende Katzen, aber auch Freigängerkatzen, also Haustiere, die die Wohnung verlassen können.
«Mit einer solchen landesweiten Regelung kann viel Leid und Elend der unversorgten Katzen verhindert werden», sagte Agrarministerin Miriam Staudte (Grüne). Es werde aber «unkomplizierte Ausnahmemöglichkeiten» geben.
Tierleid verhindern
Ziel sei es, Tierleid durch eine unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen zu verhindern und Wildtiere wie Vögel zu schützen. Miriam Staudte zufolge soll auch die derzeit erlaubte Tötung der Tiere im Rahmen der Jagdausübung untersagt werden.
Flickenteppich vereinheitlichen
Nach Angaben des Ministeriums gibt es in Niedersachsen derzeit 169 Verordnungen zum Schutz der Katzen in 477 Städten und Gemeinden. Dieser «Flickenteppich» solle vereinheitlicht werden. Mehr zum Thema Jagdgesetz und Tierrechte.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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