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Kriminalität & Jagd

Erschoss Hobby-Jäger angeleinte Hündin beim Spaziergang?

Die Polizei ermittelt im Fall einer Hündin, die in Güssing im Burgenland in Österreich angeschossen worden ist.

Redaktion Wild beim Wild — 29. Januar 2025

Am Nachmittag des 23.01.2025 ging eine Hundebesitzerin mit ihren beiden angeleinten Hunden auf einem Wirtschaftsweg entlang einer freien Ackerfläche spazieren.

Die 48-jährige Frau konnte einen Knall und das sofort darauffolgende Winseln und Jaulen ihrer dreijährigen französischen Hirtenhündin wahrnehmen. Unmittelbar danach fiel ein weiterer Knall.

Schussverletzung am Rücken des Hundes

Die Hundebesitzerin begab sich daraufhin sofort zurück zu ihrem Pkw und versorgte die Hunde in der Hundebox.

Eine Tierärztin versorgte die Hündin und stellte eine Schussverletzung fest. Der Schuss durchtrennte sowohl Ober- als auch Unterhaut samt Fettgewebe am Rücken des Hundes. Ein weiterer Fall von Kriminalität im Umfeld der Hobby-Jagd.

Bezirksjägermeisterin: Bitte nicht in der Dämmerung spazieren

Die Bezirksjägermeisterin appelliert am Ende des Video-Beitrags, bitte nicht in der Dämmerung mit Hund spazieren zu gehen, denn das sei eine Zeit, die die Hobby-Jäger dringend zur Hobby-Jagd brauchen. Ein Appell, der die Prioritäten der Hobby-Jägerschaft deutlich macht.

Die Besitzerin hatte Anzeige erstattet, nun wird gegen unbekannte Täter ermittelt. Der Fall erinnert an weitere Verwechslungs-Abschüsse durch Hobby-Jäger.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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