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Kriminalität & Jagd

England: Rückschlag für die Freunde der Gewalt und blutrünstiger Grausamkeit

Tierquälerei begeht, wer ein in Gefangenschaft gezüchtetes Wildtier aussetzt, das zum Zeitpunkt des Aussetzens in freier Natur nicht überlebensfähig ist. Dies trifft zum Beispiel auf Fasan, Ente, Rebhuhn und Feldhase zu, wenn sie gezüchtet worden sind.

Redaktion Wild beim Wild — 21. Dezember 2018

Tierquälerei begeht, wer ein in Gefangenschaft gezüchtetes Wildtier aussetzt, das zum Zeitpunkt des Aussetzens in freier Natur nicht überlebensfähig ist. Dies trifft zum Beispiel auf Fasan, Ente, Rebhuhn und Feldhase zu, wenn sie gezüchtet worden sind.

Jedes Jahr werden in Frankreich Millionen Geflügel für die Jagdindustrie gezüchtet. Die Vögel werden nicht nur in Frankreich zu Jagdzwecken ausgesetzt und dann abgeschossen, sondern viele davon werden auch in andere Länder für das dekadente und stupide Jagdhobby exportiert.

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Nun hat am 20.12.2018 ein Gericht in Boulogne-sur-Mer im Norden Frankreichs zugunsten des britischen Fährunternehmend P&O entschieden, dass sich weigerte, Küken für Jagdzwecke nach England zu befördern. Dies aus Rücksicht auf seine Reputation.

Damit wies das Gericht die Klage von zwei französsichen Zuchtunternehmen zurück. Ein Schlag für die Unternehmen Gibovendée und Envol de Retz, für die der Export von Geflügel nach England im Jahr 2017 einen Umsatz von etwa 13 Millionen Euro darstellte.

Die beiden Unternehmen, die sich auf die Züchtung von Fasanen und Rebhühnern spezialisiert haben, griffen die Reederei P&O wegen «Diskriminierung» an.

Millionen von Vögeln (Fasanen, Rebhühner und Auerhühner) werden während der Jagdsaison in England zum Spass geschossen, geschätzte 100’000 pro Tag! Dies ist Biomasse, die grösser ist, als alle einheimischen Vögel in England zusammen. Es wird angenommen, dass 40 % der lebenden Zielscheiben für die Hobby-Jäger verwundet und nicht getötet werden. Bevor diese Tiere die Tötungsfelder erreichen, haben sie ein Leben der Grausamkeit erlebt. Sie wurden in kleinen Drahtkäfigen der Grösse A4 transportiert und grossgezogen. Die Bedingungen für diese Vögel sind oft schlechter, als im Gesetz zulässig.

Brittany Ferries beschloss bereits 2015, die Zusammenarbeit mit den beiden Exporteuren zu beenden, nachdem ein Video der Liga gegen Cruel Sports veröffentlicht worden war, das das Schicksal von Küken und Rebhühnern in England anprangerte.

«Wenn wir alle unsere Transporteure nacheinander verlieren, ist dies die gerichtliche Liquidation«, sagte der Anwalt der Züchter, Alexandre Varaut. «In Gibovendée sind das 150 Arbeitsplätze und etwa vierzig Züchter.«

Details zum Beschluss gab das Gericht nicht bekannt.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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