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Wildtiere

Elefantenzwillinge erfreuen Tierschützer in Tansania

Von den einst Millionen Elefanten, die durch Afrikas Savannen zogen, ist nur noch ein Bruchteil übrig. Unter Tierschützern ist deshalb jede Elefantengeburt eine grosse Freude – bei Zwillingen ist diese gleich doppelt so gross.

Redaktion Wild beim Wild — 13. April 2018
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Von den einst Millionen Elefanten, die durch Afrikas Savannen zogen, ist nur noch ein Bruchteil übrig. Unter Tierschützerinnen und Tierschützern ist deshalb jede Elefantengeburt eine grosse Freude – bei Zwillingen ist diese gleich doppelt so gross.

20’000 Elefanten jährlich getötet

Weltweit sind Elefanten vom Aussterben bedroht. Die Gier des Menschen trägt einen wesentlichen Teil zu dieser Tragödie bei: Rund 20’000 Elefanten werden jährlich allein in Afrika wegen des kostbaren Elfenbeins getötet. Besonders katastrophal ist die Lage im ostafrikanischen Tansania: Seit 2009 sind in Tansania mehr als 65’000 Elefanten von Hobby-Jägern bzw. Wilderern getötet worden. Und auch vor Menschen machen die Wilddiebe nicht Halt: Rund 1’000 Ranger wurden in den letzten Jahren getötet.

Seltene Zwillingsgeburt im Tarangire Nationalpark

Umso erfreulicher ist nun die Nachricht aus dem Tarangire Nationalpark im Norden des Landes: Dort haben Forschende der US-amerikanischen Tierschutz-Stiftung Wildlife Conservation Society (WCS) zwei junge Elefanten entdeckt, die sich der Herde ihrer Mutter namens Eloise anschlossen. Das Besondere: Die beiden Jungtiere sind Zwillinge. Und Zwillinge kommen bei den Dickhäutern nur sehr selten vor. Nur jede hundertste Geburt ist schätzungsweise eine Zwillingsgeburt. Die Zwillinge, eine Schwester und ein Bruder sind jetzt acht Monate alt, bei guter Gesundheit und unter der liebevollen Obhut der Mutter.  Laut den Forschenden brachte Eloise die beiden Babys letzten August im stolzen Alter von 57 Jahren zur Welt – sie ist damit weltweit die älteste bekannte Elefanten-Zwillingsmama. Die beiden Jungtiere säugen jetzt während 3 bis 4 Jahren bei der Mutter, bevor sie anfangen Gras und andere Pflanzen zu essen.

Dank der langen Lebenserfahrung von Eloise sowie dem Schutz vor Wilderern durch die Wildhüter des Nationalparks sind die Forschenden zuversichtlich, dass die beiden Jungtiere das Erwachsenenalter erreichen werden. Mehr zu Wildtieren und Umwelt und Naturschutz.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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