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Jagd

Abgelehnt «Schneehuhn und Schneehase leben lassen!»

Die Volksinitiative «Schneehuhn und Schneehase leben lassen!» verlangte, die Jagd auf Schneehasen und Schneehühner im Kanton Uri zu verbieten.

Redaktion Wild beim Wild · 18. Mai 2025

Diese Initiative im Kanton Uri war nicht nur ein Ausdruck des Arten- und Tierschutzes, sondern auch eine Reaktion auf den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Lebensräume dieser Arten.

Dessen Bestand nimmt ab und die Tiere sind bereits auf der Roten Liste der bedrohten Arten verzeichnet. Die Debatte hat in den letzten Jahren an Intensität gewonnen.

2023 wurden in der ganzen Schweiz immer noch 244 Schneehühner und 837 Schneehasen von Hobby-Jägern zum Spass abgeschossen. Ein Verbot der Hobby-Jagd kann dazu beitragen, die Population auch in Uri zu stabilisieren und das Überleben der Art zu sichern.

Der Kanton Tessin beendete diese abscheuliche Jagd 2021. Die Abschaffung der sinnlosen Jagd auf das Schneehuhn und Schneehase ist auf kantonaler wie auch auf nationaler Ebene ein wichtiges Signal für den Schutz der Natur und der zunehmend bedrohten Arten.

Die Anpassung an kalte Lebensräume macht das Schneehuhn und den Schneehasen besonders verletzlich gegenüber den Folgen des Klimawandels. Mit steigenden Temperaturen verlieren diese Tiere ihren Lebensraum, was zu einem Rückgang ihrer Population führt.

Der Schutz dieser Wildtiere ist nicht nur eine Frage des Arten- und Tierschutzes, sondern hat auch Auswirkungen auf die gesamte Biodiversität. Wildtiere spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht.

Immer mehr Menschen sind sich der Wichtigkeit des Artenschutzes bewusst. Diese Abstimmung hat gezeigt, dass eine Mehrheit der Urner Bevölkerung nicht für einen Jagdschutz dieser Wildtiere ist.

Grafik zur Abstimmungsergebnis der kantonalen Volksinitiative "Schneehuhn und Schneehasen leben lassen!" mit Ja- und Nein-Stimmen sowie Stimmbeteiligung.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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