Kälber als Müll: Die Schattenseite der Milch
Ein aktueller Artikel in der NZZ «Zu viele Kälber werden geboren – wir entsorgen sie wie Müll» bringt ans Licht, was nicht auf dem Werbeplakat zu lesen ist.
Was die NZZ über die Milchproduktion aufzeigt, ist kein Genuss von ganzem Herzen.
«Aufgrund des hohen Milchkonsums müssen viele Kälber geboren werden. Doch diese will niemand. Sie werden schlecht behandelt oder einfach getötet», schreibt die NZZ.
Es verschwinden Kälber – aber wohin? Zu Wurstwaren und Döner, so genau wolle das auch niemand wissen. Einige gehen in die Rinderzucht. Auch Tierfutter mit Kalbfleisch gibt es. Iris Baumgärtner von der Organisation Animal Welfare Foundation erhebt dagegen einen schlimmen Vorwurf: «Die Neugeborenen werden mindestens in Einzelfällen erschlagen und damit illegal getötet. Wir konnten das noch nicht filmen. Aber es hat es mir erst jüngst wieder ein Lehrling, der auf einem Milchviehbetrieb ausgebildet wurde, berichtet.»
Auch verschweigt das Werbeplakat, dass nirgendwo in Europa den Milchkühen so viele Antibiotika ins Euter gespritzt werden wie in der Schweiz. Via Gülle und Mist gelangen dadurch antibiotikaresistente Bakterien auf die Felder und so in unsere Lebensmittel, in die Gewässer und ins Trinkwasser. Diese Bakterien wurden von der Eidgenössischen Fachkommission für biologische Sicherheit zur «grössten Bedrohung für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung» erklärt.
Mit der Initiative «Für eine sichere Ernährung» sorgen wir für eine Neuausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft hin zu mehr pflanzlichen statt tierischen Lebensmitteln – für das Tierwohl, die Umwelt, die Gesundheit und unsere Ernährungssicherheit.
Heute fördert der Bund die Produktion und den Konsum von tierischen Lebensmitteln 5 mal mehr als von pflanzlichen: mit 2,3 Milliarden gegenüber 0,5 Milliarden Franken.
Quelle: NZZ
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