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Jagd

Wer hat den Jagdhund getötet?

Mit genetischem Profiling zur Aufklärung des Verbrechens.

Redaktion Wild beim Wild — 12. Mai 2021

Im Jahr 2015 wurde in Deutschland ein Jagdhund versehentlich getötet. Er erlitt bei einer Wildschwein-Treibjagd schwere Schussverletzungen.

Kein Hobby-Jäger gibt sich zu erkennen

Hobby-Jäger fanden den schwerverletzten Hund 650 Meter entfernt von den nächsten postierten Wildtierkillern. Da der Besitzer des Hundes einen gesetzlichen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung hatte, gab kein Hobby-Jäger freiwillig zu, für die Tötung des Hundes verantwortlich zu sein.

Bei einer Notoperation fand der Tierarzt jedoch Wildschweinhaare in der Wunde des Hundes. Dies legte nahe, dass die Kugel zuerst ein Wildschwein und dann den Hund traf. Eine innovative Forschungsstudie beschreibt, wie innovative Techniken eingesetzt wurden.

Mit genetischem Profiling den Täter finden

Die Forschenden sammelten die Wildschweinhaare zusammen mit Muskelproben von den 19 Wildschweinen, die an diesem Tag erlegt wurden. Sie konnten die Haar-DNA-Probe erfolgreich mit einer der 19 Wildschwein-Gewebeproben abgleichen – mit 99,97-prozentiger Sicherheit.

Potenzial zur Verfolgung von Wildtierverbrechen

Ähnlich wie bei menschlichen Fällen kann die individualspezifische genetische Profilerstellung in der Wildtierforensik ein mächtiges Werkzeug zur Aufklärung von Wildtierverbrechen darstellen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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