11:11 Uhr am 11.11.: Eine Minute Stille für die Wildtiere
Alle 4 Minuten stirbt in der Schweiz ein Wildtier durch die Hobby-Jagd. Am 11. November um 11:11 Uhr setzen wir dem eine Minute Stille entgegen. So machen Sie mit.
Foto: Staffan Kjellvestad / Unsplash
«Stille nach dem Schuss»
Alle vier Minuten stirbt in der Schweiz ein Wildtier durch die Hobby-Jagd. 341 Tiere pro Tag, 124’601 im Jahr 2025, Steinböcke und Spezialabschüsse nicht mitgezählt. Die Zahlen stehen in der Eidgenössischen Jagdstatistik 2025. Am 11. November, dem Welttag gegen die Jagd, setzen wir diesem Takt etwas entgegen: eine Minute, in der nichts geschieht.
11:11 Uhr: Eine Minute Stille
Am 11. November um 11:11 Uhr halten wir eine Minute inne. Für die 341 Wildtiere, die an diesem Tag in der Schweiz durch die Hobby-Jagd sterben werden, und für alle, die es gestern waren und morgen sein werden. Wo immer Sie dann sind: im Wald, am Arbeitsplatz, zu Hause.
Danach posten Sie ein Foto. Ein Bild aus dem Wald, von einer Wiese, von einem Wildtier, das Sie beobachtet haben. Ohne Jagdtrophäe, ohne Gewehr, ohne Hochsitz. Mit dem Hashtag #WelttagGegenDieJagd und, wenn Sie mögen, dem Profilbild-Rahmen. So wird um 11:11 Uhr sichtbar, wie viele Menschen die Wildtiere lieber lebend sehen.
- Story-Vorlage herunterladen: Hochformat mit Platz für Ihr eigenes Foto, für Instagram, Facebook und WhatsApp.
- Profilbild-Rahmen herunterladen: transparentes PNG, über das eigene Profilbild legen.
- Hashtags: #WelttagGegenDieJagd #StopptDieHobbyJagd
Was ist der Welttag gegen die Jagd?
Der 11. November ist der jährliche Aktionstag der IG Wild beim Wild gegen die Hobby-Jagd. Gemeinsam mit End of Speciesism und Unterstützenden in ganz Europa rufen wir an diesem Tag dazu auf, sichtbar für eine jagdfreie Zukunft einzustehen. Warum es diesen Tag braucht, steht im Beitrag «Warum genau ein Welttag gegen die Jagd?», der Aufruf selbst auf der Welttag-Seite.
Waffenruhe für Wildtiere
Der 11. November ist seit 1918 der Tag des Waffenstillstands. Wir nehmen das Datum beim Wort: Die IG Wild beim Wild fordert die Kantone auf, den 11. November zum jagdfreien Tag zu erklären. Ein Tag im Jahr, an dem in der Schweiz kein Wildtier zum Vergnügen geschossen wird. Genf zeigt seit 1974, dass es auch 365 Tage sein können.
Wer die Forderung ins Kantonsparlament tragen will, findet unter den Mustertexten für jagdkritische Vorstösse fertige Vorlagen.
Unterschreiben
Eine Minute Stille ist ein Anfang, eine Unterschrift bleibt. Auf der Petitionsseite laufen aktuell mehrere Petitionen gegen die Auswüchse der Hobby-Jagd: gegen Weidenetze als Todesfallen, für den Schutz Minderjähriger vor der Hobby-Jagd, für eine Promillegrenze für Hobby-Jäger. Wer in einem Kanton mit Fuchsjagd lebt, kann seinem Kantonsparlament direkt schreiben: Schluss mit der Fuchsjagd.
Rund um den Hubertustag am 3. November finden in Schweizer Kirchen wieder Hubertusmessen statt. Warum die Kirche die Hobby-Jagd nicht sakralisieren sollte, steht in unserer Kritik an der Hubertusmesse in Eich.
Hören und lesen
Zum 11.11. gibt es einen Soundtrack: die Anti-Jagd-Lieder der IG Wild beim Wild, frei herunterladbar und teilbar. Und vom 1. bis 11. November veröffentlichen wir jeden Tag einen belegten Fakt zur Hobby-Jagd, vom Stress bejagter Tiere bis zur Wirkungslosigkeit der Fuchsjagd. Die Studien dahinter stehen in «Jagd im Faktencheck».
Der Tag auf einen Blick
- 1. bis 11. November: täglich ein Fakt zur Hobby-Jagd auf unseren Kanälen
- 11. November, 11:11 Uhr: eine Minute Stille für die Wildtiere
- Danach: Foto posten mit #WelttagGegenDieJagd, Profilbild-Rahmen setzen
- Den ganzen Tag: Petitionen unterschreiben, Beitrag teilen, Kantonsparlament anschreiben
Die Hobby-Jagd ist kein Naturgesetz. Genf beweist es seit über fünfzig Jahren, nachzulesen im Dossier Genf und das Jagdverbot. Eine Minute reicht nicht, um das zu ändern. Aber sie reicht, um anzufangen.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Alternativen zur Hobby-Jagd zeigen wir politische und praktische Alternativen zur Hobby-Jagd. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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