26. Mai 2026, 06:00

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Tierwelt

Welttag der Hülsenfrüchte

Ganz im Zeichen des Tierwohls und einer sicheren Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser.

Redaktion Wild beim Wild — 10. Februar 2025

Der 10. Februar ist der Welttag der Hülsenfrüchte, 2025 unter dem Motto «Hülsenfrüchte für eine gesunde Ernährung und einen gesunden Planeten».

Ob Bohne, Linse, Lupine oder Erbse: Hülsenfrüchte gehören zu den besten und gesündesten Eiweissquellen. Hülsenfrüchte sind auch Nahrung für unsere Böden. Sie können Stickstoff aus der Luft binden und dadurch die Böden ernähren, die Bodenfruchtbarkeit erhöhen und Düngemittel ersetzen. Auch die pflanzliche Ernährung gewinnt in der Schweiz an Bedeutung.

Pflanzliches Eiweiss vor tierischem empfohlen

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat zusammen mit der Ernährungsgesellschaft Schweiz letztes Jahr die Ernährungsempfehlungen der Schweiz angepasst. Für eine gesunde und nachhaltige Ernährung werden neu pflanzliche Proteine wie Hülsenfrüchte vor den tierischen wie Fleisch und Fisch empfohlen.

Produzieren wir mehr pflanzliches Eiweiss wie Hülsenfrüchte statt tierisches Eiweiss, können viel mehr Menschen ernährt und zugleich das Tierwohl gefördert werden.

Man bedenke: 83 Millionen Nutztiere hat die Schweiz 2023 geschlachtet. Rund die Hälfte davon wird mit Importfutter ernährt.

Übermässige Tierproduktion zerstört Biodiversität

Die seit 2008 in den Umweltzielen der Landwirtschaft festgelegten Höchstwerte für Dünger werden durch die übermässige Tierproduktion massiv überschritten. Zu viel Gülle, Mist und giftiges stickstoffhaltiges Gas Ammoniak überdüngen unsere Böden und Gewässer, zerstören die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität, verstärken den Klimawandel und belasten unser Grundwasser mit Nitrat. Nitrat gilt als krebserregend.

Ein grosser Teil der Nutztiere wird im Mittelland gehalten. Dort ist auch die Belastung mit Nitrat am höchsten. Grundwasserfassungen müssen wegen zu viel Nitrat geschlossen werden. Und Trinkwasser muss mit unbelastetem Wasser vermischt werden, damit es der Bevölkerung zum Konsum abgegeben werden kann, wie ein 10vor10-Bericht dokumentiert.

Infografik zur Absatzförderung tierischer vs. pflanzlicher Produkte in der Schweiz

Initiative für eine sichere Ernährung

Fast 10-mal mehr Absatzfördergelder fliessen heute in tierische Produkte als in pflanzliche, 38,8 Millionen gegenüber 4,2 Millionen.

Damit ignoriert der Bund nicht nur das Überschreiten der Höchstwerte für Dünger, sondern auch die neuen Ernährungsempfehlungen der Schweiz.

Die Initiative «Für eine sichere Ernährung» verlangt jetzt die Kehrtwende und dafür Ergänzungen und klare Zielvorgaben im bestehenden Artikel 104a Ernährungssicherheit und damit die Umsetzung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion, verbunden mit dem Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70 %.

Dafür braucht es die Förderung der Produktion und des Konsums von mehr pflanzlichen statt tierischen Lebensmitteln, die Reduktion von Food Waste ebenso wie die Sicherstellung von sauberem Trinkwasser und der Bodenfruchtbarkeit sowie der Biodiversität als Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion.

Durch das Erhöhen der Selbstversorgung erhalten unsere Bäuerinnen und Bauern Produktionssicherheit und Abnahmesicherheit für ihre Ernte. Pflanzliche Lebensmittel bei uns anzubauen und zu verarbeiten, statt sie zu importieren, schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort.

Man bedenke: 64 % der pflanzlichen Lebensmittel, die die Bevölkerung heute konsumiert, werden importiert. Bei Pflanzenproteinen wie zum Beispiel Hülsenfrüchten sind es 98 %. Mehr zum Umwelt- und Naturschutz.

Hülsenfrüchte als pflanzliche Proteinquelle

Mit seinem diesjährigen Motto «Hülsenfrüchte für eine gesunde Ernährung und einen gesunden Planeten» unterstreicht der Welttag der Hülsenfrüchte auch die Forderungen der Initiative nach mehr Tierwohl und einer sicheren Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser.

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.

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