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Tierwelt

Schafsterben: Die wahren Täter stehen im Stall

Laut BLV sterben jedes Jahr rund 56'000 Schafe in der Schweiz – das sind 10 – 15 % des Bestandes.

Redaktion Wild beim Wild — 12. August 2025

Seit 2020 erfasst die Tierverkehrsdatenbank Identitas auch verendete Schafe – inklusive jener, die an Krankheit oder Vernachlässigung sterben.

2021 lag die Zahl bei rund 40’000, 2024 bei 56’838 Schafen. Das entspricht etwa 13 % der damaligen Schafpopulation von rund 362’000 Tieren.

Balkendiagramm, das die Anzahl verendeter Schafe in der Schweiz und Liechtenstein von 2020 bis 2024 darstellt, mit blauen Balken für durch Wölfe verursachte Todesfälle.

Wölfe sind für nur einen Bruchteil verantwortlich: ca. 1’000 Tiere, also unter 2 % der Todesfälle. Selbst bei maximaler Schätzung und Einbezug der Schlachtungen sinkt der Anteil auf unter 0,5 %.

Der überwiegende Teil der Verluste geht auf Krankheiten, Parasiten, Seuchen, fehlende Hirtetätigkeit und Witterungseinflüsse zurück. Das steht im deutlichen Widerspruch zu unserem Anspruch auf Tierwohl und dem oft zitierten «besten Tierschutzgesetz der Welt».

2024 wurden etwa 231’615 Schafe in der Schweiz geschlachtet. Dieser Wert umfasst offiziell gemeldete Schlachtungen und entspricht etwa 41,7 % des inländischen Verbrauchs an Schaffleisch.

Wolfsangriffe spielen statistisch nur eine sehr geringe Rolle – ihr Einfluss wird in öffentlicher Debatte und Politik regelmässig überschätzt und für Propagandazwecke missbraucht. Der Wolf als politischer Sündenbock.

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