Das Hermelin

Das Hermelin (Mustela erminea), auch Grosses Wiesel oder Kurzschwanzwiesel genannt, ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder (Mustelidae). Es ist vor allem wegen seines im Winter weissen Fells bekannt und spielte zeitweilig in der Pelzindustrie eine bedeutende Rolle. Das Hermelin wird innerhalb der Gattung Mustela in die Untergattung Mustela eingeordnet und ist damit unter anderem mit dem Maus- und dem Langschwanzwiesel eng verwandt.

Das Hermelin ist in den gemässigten und subarktischen Zonen der Nordhalbkugel verbreitet. Es bewohnt Europa von den Pyrenäen, Alpen und Karpaten nordwärts, Nord- und Zentralasien (einschließlich Japan), Teile Grönlands, Kanada und den Nordrand der Vereinigten Staaten.

Hermeline bewohnen eine Reihe von Landschaftstypen, wobei wassernahe Lebensräume anscheinend bevorzugt werden. Eine Biotopbindung ist nicht erkennbar, stattdessen besteht eine enge Bindung an das Vorkommen von Scher-, Erd- und Feldmäusen. Typisch sind strukturreiche Landschaften z. B. mit Wiesen, Hecken und Feldgehölzen oder Siedlungsgärten. Geschlossene Wälder werden hingegen gemieden. Hermeline sind in Höhen bis zu 3400 Meter anzutreffen.

Interessante Fakten zum Hermelin:

  • Hermeline erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 17 bis 33 Zentimetern.
  • Der Schwanz eines Hermelin wird vier bis zwölf Zentimeter lang.
  • Das Gewicht beträgt 40 – 360 Gramm.
  • Männchen sind etwas größer und schwerer als Weibchen.
  • Hermeline sind hauptsächlich am Tag und in der Dämmerung aktiv.
  • Als Deckung und Unterschlupf bevorzugen sie Felsspalten, hohle Baumstämme, Holz- und Steinhaufen oder verlassene Baue anderer Tiere.
  • Oft haben sie mehrere Nester in ihrem Revier, die sie mit trockener Vegetation, mit Haaren oder Federn auskleiden.
  • Hermeline haben im Sommer ein braunes Fell mit weissem Bauch, weissen Vorderpfoten und schwarzer Schwanzspitze. Im Herbst setzt der Fellwechsel ein: von braun-weiss zu rein weiss – nur die Schwanzspitze bleibt schwarz. Die schwarze Schwanzspitze ist denn auch das sicherste Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Hermelin und dem Mauswiesel, dessen ganzer Schwanz braun ist.
  • Ausserhalb der Paarungs- und Aufzuchtszeit leben sie einzelgängerisch in grossen Aktionsräumen (max. 200 Hektar), welche im Winter deutlich kleiner sind (min. 2 ha).
  • Im Sommer durchstreifen Männchen täglich oft Areale von etwa 20 ha, die Weibchen nutzen dann etwa 8 ha.
  • Die Reviergrenzen markieren beide Geschlechter mit Analdrüsensekret.
  • Gleichgeschlechtliche Eindringlinge ziehen sich bei Begegnungen meist zurück, ansonsten werden sie vehement vertrieben.
  • Hauptsächlich erjagen Hermeline kleine Säugetiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Spitzmäuse und Maulwürfe.
  • Es frisst durchschnittlich eine Maus pro Tag.
  • Das schlanke Hermelin braucht viel Energie, um sich warm und fit zu halten. Bis zu 40 Prozent seines Körpergewichtes muss es sich täglich erjagen.
  • Hermeline orientieren sich vor allem über Geruch und Gehör.
  • Die früher verbreitete Annahme der Jäger, dass Hermeline ihren Beutetieren das Blut aussaugen, ist falsch.
  • Die Paarung findet im Spätfrühling oder Sommer statt, danach kommt es allerdings zur Keimruhe, das heisst die befruchtete Eizelle nistet sich erst im März des folgenden Jahres ein.
  • Die tatsächliche Tragzeit beträgt somit nur rund einen Monat, und im April oder Mai kommen Jungtiere zur Welt.
  • Unregelmässig kommt es zu «Mäusejahren», in denen sich die Schermäuse besonders stark vermehren. Das Hermelin reagiert auf den reich gedeckten Tisch mit erhöhter Vermehrung. In normalen Jahren wirft das Hermelinweibchen 4-6 Junge. In einem Mäusejahr können bis zu 14 Junge geboren werden.
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hermelins beträgt nur ein bis zwei Jahre. Dafür sorgen viele Fressfeinde, unter anderem Greifvögel, Eulen, Füchse und Dachse. Theoretisch können sie aber ein Alter von sieben Jahren erreichen.

Was unternimmt Wild beim Wild für den Schutz des Hermelin?

Wir engagieren uns, damit Populationen und deren Lebensräume erhalten und miteinander verbunden werden. Natürliche Korridore ermöglichen den genetischen Austausch zwischen einzelnen Populationen. Nicht nur der Schutz der Beutegreifer, sondern auch ihrer Beutetiere ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Dies geschieht, indem wir die Wildtiere vor der unnötigen Jagd und Wilderei wo immer möglich verteidigen.

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