Der Luchs

Der Luchs (Lynx) ist eine Gattung innerhalb der Familie der Katzen.

Es gibt vier Arten von Luchse: Kanadischer Luchs, eurasischer Luchs, Rotluchs und iberischer Luchs. Luchse kommen somit in Europa, Asien und Nordamerika vor. Luchse leben in waldreichen Gebieten und haben sich sehr gut an kalte Temperaturen angepasst. Der Pardelluchs (Lynx pardinus), auch iberischer Luchs genannt, ist wegen der Bejagung ein sehr seltener Luchs, der in Spanien und Portugal beheimatet ist. Eine andere Bedrohung welche das Überleben des iberischen Luchses gefährdet sind die Bestände der Kaninchen, die die Hauptbeute darstellen und wegen ihrer Bejagung ebenfalls stark zurück gingen. Der iberische Luchs ist eine der am stärksten bedrohten Katzenarten weltweit.


Interessante Fakten zum Luchs:

  • Die Grösse eines Luchses hängt von seiner Art ab. Eurasiche Luchse sind grösser als die amerikanischen Exemplare. Luchse können 70 bis 110 cm lang werden, haben eine Schulterhöhe von 50 bis 75 cm und können 15 bis 38 kg schwer werden.
  • Luchse sind die grössten europäischen Wildkatzen.
  • Der kurze Schwanz ist 15 bis 25 cm lang und hat ein schwarzes Ende.
  • Luchse weisen einen Backenbart auf und die Spitzen der Ohren haben schwarze Haarpinsel. Die Rückseite der Ohren ist schwarz mit einem weissen oder grauweissen Fleck, der mehr oder weniger stark ausgedehnt ist.
  • Diese Haarpinsel an den Ohren verstärken die Höhrkraft. Dank ihres aussergewöhnlichen Gehörs können Luchse ihre Beute leicht lokalisieren. Sie können vorbeiziehende Rehe auf 500 Meter Entfernung hören.
  • Die Fellfärbung ist variabel und reicht von sandfarben über rotbraun im Sommer und braun bis grau im Winter, oft ist das Fell auch gefleckt.
  • Luchse besitzen 28 bis 30 Zähne.
  • Luchse haben sehr scharfe Augen. Sie können eine Maus in 75 Meter Entfernung lokalisieren.
  • Das Beutespektrum umfasst praktisch alle im jeweiligen Lebensraum vorhandenen kleinen und mittelgroßen Säuger und Vögel. So zählen unter anderem Rotfüchse, Marder, Kaninchen, junge Wildschweine, Eichhörnchen, Mäuse, Ratten, Murmeltiere, Rehe, Gämsen, Hirsche, Hasen zu den von Luchsen geschlagenen Beutetieren, auch Fische werden verzehrt.
  • Aas fressen Luchse nur in absoluten Notzeiten.
  • Der Luchs ist ein Überraschungs- oder Lauerjäger, der seine Beute vor allem an regelmässig begangenen Wildwechseln katzenartig schlägt.
  • Die Pranken des Luchses sind gross und verhindern im Winter, dass der Luchs tief im Schnee einsinkt.
  • Luchse haben starke Krallen, welche für die Jagd, Klettern und Verteidigung eingesetzt werden. Sie können ihre Krallen einziehen und ausfahren.
  • Die Grösste Gefahr der Luchse sind der Mensch, Wolf, Verkehrsunfälle und Krankheiten. Die Sterblichkeit der Jungtiere ist sehr hoch.
  • Luchse werden in der Natur selten gesehen, weil sie dämmerungs- und nachtaktiv sind.
  • Luchse sind sehr vokal. Sie können Laute wie Katzen von sich geben.
  • Luchse sind Einzelgänger und territorial. Die Pärchen finden nur zur Paarungszeit zwischen Februar und April zusammen.
  • Zwei bis fünf Jungen werden nach einer Tragzeit von etwa 2 Monaten meist an einem ruhigen Platz wie etwa einer Felshöhle oder unter einem Wurzelteller geboren.
  • In freier Wildbahn werden Luchse 10 bis 20 Jahre alt. In Gefangenschaft bis 25 Jahre.
  • In der Schweiz gibt es wieder rund 130 Exemplare. Viele werden ins Ausland umgesiedelt.

Was unternimmt Wild beim Wild für den Schutz der Luchse?

Wir engagieren uns, damit Populationen und deren Lebensräume erhalten und miteinander verbunden werden. Natürliche Korridore ermöglichen den genetischen Austausch zwischen einzelnen Populationen. Nicht nur der Schutz der Beutegreifer, sondern auch ihrer Beutetiere ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Dies geschieht, indem wir die Wildtiere vor der unnötigen Jagd und Wilderei wo immer möglich verteidigen.

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