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Tierwelt

Özdemirs Tierwohl-Initiative begrüsst

Agrarminister Özdemir plant ein verpflichtendes staatliches Siegel, um artgerechte Schweinehaltung zu fördern. Die Aufregung in der Branche ist groß.

Redaktion Wild beim Wild — 17. Januar 2023

Startschuss für den Umbau der Tierhaltung

Tier- und Umweltschutzverbände haben die Pläne von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) für mehr Tierschutz in der Nahrungsmittelproduktion begrüsst.

Der Bio-Bauernverband Bioland lobte die geplante Kennzeichnungspflicht für Schweinefleisch als «Startschuss für den dringend nötigen Umbau der Tierhaltung». Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erklärte, dass die Haltungskennzeichnung die richtigen Anreize für nötige Veränderungen setze.

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag befasste sich mit dem geplanten Gesetz. Es sieht ein bundesweit einheitliches und verpflichtendes Tierwohllabel zunächst nur für Schweinefleisch vor. Geplant ist ein fünfstufiges Label für Fleisch von Tieren, die in Deutschland gehalten wurden.

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Kritik von konventioneller Landwirtschaft

«Auf diesem Feld ist 16 Jahre lang nichts passiert, daher begrüssen wir die bisherigen Anstrengungen des Bundesministeriums», erklärte Bioland.

Die Vertreter der konventionellen Landwirtschaft dagegen kritisieren das Tierwohllabel scharf. Der Deutsche Bauernverband erklärte, es belaste die Landwirte mit zusätzlicher Bürokratie.

Das Tierwohllabel ist Teil eines Förderprogrammes, das Özdemir für Bauern auflegen will, die ihre Tierhaltung artgerechter gestalten. «Unser Ziel ist es, dass weniger Tiere besser gehalten werden und die Landwirte dafür staatlich honoriert werden», sagte er. Mehr zum Thema Tierwohl und Tierrechte.

Der Tierschutzverein Pro Vieh hatte hingegen kritisiert, der Entwurf gehe nicht weit genug. Fürs Wohlergehen der Schweine wichtige Kriterien etwa zu Stroh und Naturboden blieben auch in den höheren Haltungsformen aussen vor.

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