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Eichhörnchen

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Wenn im Morgentau Spinnweben wie verlorene Haarnetze alter Frauen in den Sträuchern und Büschen hängen, dann ist Altweibersommer. In der Natur öffnen sich die Herbstblumen: Astern, Sonnenhut und Fetthenne zaubern ein letztes Farbenspiel vor dem Winter in die Landschaft. „Jetzt beginnt eine bunte Jahreszeit; für die Wildtiere ist es auch eine arbeitsreiche Zeit“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Sie sammeln jetzt Nahrungsvorräte für den Winter.“

Seit gut einem Jahrhundert befindet sich das Eichhörnchen, wie wir es kennen, in Grossbritannien in einem Rückzugsgefecht und verliert Jahr für Jahr an Boden. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Grauhörnchen erstmals aus Amerika nach Grossbritannien eingeschleppt. Seither sind sie auf einem unaufhaltbaren Siegeszug, haben sich auf den britischen Inseln festgesetzt und dabei ihren heimischen Verwandten, das rote Eichhörnchen, an den Rand der Gefährdung gebracht.

Auf dem Acker boxen sich die Häsinnen mit ihrem Feldhasen-Bräutigam in spe fürs Rammeln warm; im Wald singen die Füchse ihrer Angebeteten heisere Liebeslieder und spätestens ab Februar ist sogar die scheue Wildkatze wieder schwer verliebt. Die Generation 2018 wird jetzt bei vielen Tierarten gezeugt.