19.10.2026, 07:06

Suchen

Jagd

Hobby-Jäger verwechselt Kameraden mit Eichhörnchen

Ein Jagdausflug im US-Bundesstaat Iowa endete am vergangenen Wochenende in einer Tragödie. Ein 17-jähriger Schüler kam dabei ums Leben, nachdem er von einem Mitglied seiner eigenen Jagdgruppe versehentlich angeschossen wurde.

Redaktion Wild beim Wild · 3. Oktober 2025

Nach Angaben des Iowa Department of Natural Resources war Carson Ryan aus Washington am Samstagnachmittag mit mehreren Begleitern in einem Waldgebiet nahe Brighton unterwegs, um auf Eichhörnchen zu jagen.

Gegen 15 Uhr ereignete sich der folgenschwere Unfall: Ein anderer Hobby-Jäger hielt den Teenager offenbar für ein Eichhörnchen und gab einen Schuss ab, der Ryan am Hinterkopf traf.

Der schwer verletzte Jugendliche wurde sofort ins University of Iowa Health Care Medical Center gebracht. Trotz intensiver medizinischer Behandlung erlag er dort noch am selben Tag seinen Verletzungen.

Die Behörden bestätigten den Vorfall in einer am Montag veröffentlichten Erklärung. «Es handelt sich um einen tragischen Unfall, der derzeit umfassend untersucht wird», hiess es. Das Iowa Department of Natural Resources arbeitet dabei eng mit dem Sheriff’s Office von Washington County zusammen, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären.

Unfälle bei der Hobby-Jagd sorgen immer wieder für Diskussionen über Sicherheitsregeln und Vorsichtsmassnahmen im Umgang mit Schusswaffen. In den Vereinigten Staaten ist die Hobby-Jagd ein weitverbreitetes blutiges Hobby, das traditionell auch von Jugendlichen ausgeübt wird.

Für Familie und Freunde von Carson Ryan ist der Vorfall ein Schock. Der 17-Jährige galt als naturverbunden und sportlich. Sein Tod hat in der Gemeinde tiefe Betroffenheit ausgelöst.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Wildtiere brauchen eine Stimme

Einmal pro Woche: Recherchen, Petitionen und Hintergründe zur Hobby-Jagd. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →