3. April 2026, 18:53

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Tierwelt

Schweden verabschiedet sich von Käfigeiern – freiwillig und komplett

Schweden hat einen Meilenstein im Tierschutz erreicht: Seit 2025 gibt es im Land keine Eier aus Käfighaltung mehr. Damit ist Schweden das erste Land weltweit, das vollständig käfigfrei ist – und das ohne gesetzliche Verbote.

Redaktion Wild beim Wild — 23. August 2025

Bereits 2021 stellten alle grossen Supermarktketten den Verkauf von Käfigeiern ein.

Auch Gastronomie und Lebensmittelindustrie zogen mit. Laut der Tierschutzorganisation Project 1882 lebten 2024 weniger als ein Prozent der Legehennen noch in Käfigen. Mittlerweile sind sämtliche Käfiganlagen leer.

„Das ist ein historischer Erfolg für das Tierwohl, der zeigt, dass Veränderung auch ohne staatlichen Zwang möglich ist“, sagt ein Sprecher von Project 1882. Statt eines gesetzlichen Verbots setzte Schweden auf Druck von Konsument, Unternehmen und NGOs. Kampagnen, Transparenzinitiativen und die Nachfrage nach tierfreundlicheren Produkten führten dazu, dass der Markt für Käfigeier praktisch verschwand.

Ein verbindliches Gesetz gibt es bislang dennoch nicht. Tierschützer fordern weiterhin eine gesetzliche Absicherung, um Rückschritte zu verhindern. Denn die Erfahrung in anderen Ländern zeigt: Wirtschaftliche Krisen oder Preissteigerungen könnten theoretisch eine Rückkehr zu billigeren Haltungsformen begünstigen.

Mit seinem freiwilligen Ausstieg hat Schweden aber ein starkes Signal in die EU und darüber hinaus gesendet. Zahlreiche Länder – auch Deutschland – diskutieren derzeit strengere Tierschutzauflagen. Schweden dient nun als Vorbild dafür, wie gesellschaftlicher Druck und Unternehmensverantwortung tiefgreifende Veränderungen bewirken können.

Ob und wann ein gesetzliches Verbot folgt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Eier aus Käfighaltung sind in Schweden Geschichte – ein Vorbild, das internationale Aufmerksamkeit erregt.

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