Elefantenkuh Heri: Schwangerschaft im Zoo Basel gescheitert
Der Zoo Basel geht davon aus, dass der Fötus der Elefantenkuh Heri im Mutterbauch gestorben ist. Die Gefangenschaft verursacht bei Elefanten sogar Hirnschäden.
Die Schwangerschaft der Basler Elefantenkuh Heri findet aller Voraussicht nach kein glückliches Ende.
Der Zoo Basel geht davon aus, dass der Fötus im Mutterbauch gestorben ist, wie er am Donnerstag mitteilte.
Auch nach dem krankheitsbedingten Tod des Elefantenbullen Tusker im August, er musste wegen Tuberkulose eingeschläfert werden, war der Basler Zolli zuversichtlich geblieben, dass sein Kind um den Jahreswechsel herum das Licht der Welt erblicken würde. Das wäre die erste Basler Elefantengeburt seit 31 Jahren gewesen, wie der Zoo schreibt.
Kritische Verfassung
Nun muss der Zoo gemäss Communiqué davon ausgehen, dass das Kalb im Bauch des Muttertiers gestorben ist. Es seien keine Lebenszeichen des Kalbes mehr festzustellen.
Die 47-jährige Elefantenkuh Heri befinde sich in kritischer Verfassung und werde derzeit intensiv betreut, heisst es weiter. Das Tierärztinnen- und Tierärzte-Team des Zolli habe zuvor mehrmals, aber erfolglos versucht, die Geburt mit wehenfördernden Mitteln einzuleiten. Eine aktive Geburtenhilfe, etwa ein Kaiserschnitt, sei bei Elefanten nicht möglich.
Für das Publikum bleibt das Elefantenhaus vorübergehend geschlossen.
Elefanten leiden in Zoos
Elefanten leiden in Zoos und Zirkussen unter vielen Entbehrungen, aber der Mangel an ausreichendem Platz ist einer der Hauptgründe für ihr Leiden, wie eine neue Studie zeigt, an der der renommierte Wildtierbiologe Dr. Keith Lindsay beteiligt war.
Elefanten leiden in Zoos massiv darunter, dass sie nicht so leben können, wie sie es von Geburt an sollten. Die Gefangenschaft in Zoos verursacht sogar Hirnschäden.
Man bedenke, was ein paar Hektar für einen Elefanten bedeuten. Ein ehemaliger Elefantenpfleger im Zoo kommentiert: «Das ist, als würde eine Familie ihr ganzes Leben lang in einem Raum von der Grösse eines Badezimmers leben.»
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