Retten wir die Zürcher Natur
Der Zürcher Natur geht es schlecht. Negativmeldungen über die natürliche Vielfalt sind heute eine bedrückende Routine. Jetzt ist Zeit, zu handeln. Darum lancieren BirdLife Zürich, Pro Natura Zürich, WWF Zürich, Aqua Viva und der Fischereiverband Kanton Zürich die kantonale Natur-Initiative. In letzter Zeit folgten sich die Hiobsbotschaften Schlag auf Schlag: Der Igel verliert in der
Der Zürcher Natur geht es schlecht.
Negativmeldungen über die natürliche Vielfalt sind heute eine bedrückende Routine. Jetzt ist Zeit, zu handeln. Darum lancieren BirdLife Zürich, Pro Natura Zürich, WWF Zürich, Aqua Viva und der Fischereiverband Kanton Zürich die kantonale Natur-Initiative.
In letzter Zeit folgten sich die Hiobsbotschaften Schlag auf Schlag: Der Igel verliert in der Stadt Zürich seit 1990 fast 40 Prozent seines Lebensraums. Seit 1988 sind mehr als neun von zehn Feldlerchen aus dem Kanton Zürich verschwunden. Über ein Drittel der Fundorte bedrohter Pflanzenarten ist in den letzten 30 Jahren erloschen. Die Gesamtzahl der Brutvögel geht kantonsweit in 20 Jahren um 150’000 Tiere zurück.
Der Zürcher Natur geht es schlecht
Weitere Beispiele gefällig? Das früher übliche Grillenzirpen kennen wir fast nur noch aus den Ferien am Mittelmeer. 400 Kilometer Bäche und Flüsse warten darauf, endlich wieder als freie und lebendige Gewässer zu fliessen. Das Bienensterben geht weiter und die Bachforelle erlebt in den letzten Jahren einen Bestandseinbruch. Jeden Tag fällt ein Dominostein, aber fast niemand schaut hin. Der Verlust an Natur ist eine enorme Hypothek für die kommenden Generationen.
Jetzt ist Zeit zu handeln
Um den Rückgang der Natur und das Artensterben zu stoppen, braucht es mehr Blumenwiesen, mehr Vielfalt im Wald und im Siedlungsraum, mehr und besseren Schutz für die Moore, mehr Gewässerrenaturierungen. Die wertvollsten Lebensräume müssen für die Zukunft gesichert werden. Dafür muss sich der Kanton Zürich stärker als bisher für unsere Natur engagieren.
Die Rettung der Zürcher Natur kostet 32 Mio. Franken pro Jahr. Dieser Betrag soll gemäss Natur-Initiative zusätzlich zu den heutigen 23 Mio. (Budget 2018) jährlich in den Natur- und Heimatschutzfonds eingelegt werden. Das ist nur ein winziger Bruchteil des kantonalen Budgets. Selbst der Opernhausbetrieb oder die Personalkosten der Steuerverwaltung kosten mehr. Mindestens so wichtig sollte uns die Rettung der Natur sein.
Regierungsrat Kägi beim Wort nehmen
«Wir sind angewiesen darauf, dass es die Natur gut mit uns meint. Darum tun wir gut daran, wenn wir es gut mit der Natur meinen.» Was wie ein PR-Text für die Initiative tönt, hat Regierungsrat Kägi anlässlich einer Bilanz zu 20 Jahren Naturschutz-Gesamtkonzept im Kanton Zürich gesagt. BirdLife Zürich, Pro Natura Zürich, WWF Zürich, Aqua Viva und der Fischereiverband Kanton Zürich nehmen Regierungsrat Kägi beim Wort. Sie lancieren die Natur-Initiative, um unsere Natur zu retten. Mehr zu Jagd und Biodiversität und Umwelt und Naturschutz.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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