Podcast-Episode: Natur, Tiere und Machtmissbrauch
Schrot im Garten, weniger Wolfsrisse trotz Rekordbestand und das Geschäft mit der Trophäenjagd. Dazu Dürre, gestrichene Waldmillionen und Muster in Graubündens Justiz.
In dieser Ausgabe von «Wild beim Wild» geht es um Recht, Risse und das Geschäft mit dem Abschuss.
Ein Gericht in Cloppenburg verurteilt einen 73-jährigen Hobby-Jäger, der bei einer Treibjagd eine Frau auf ihrem eigenen Grundstück ins Gesicht traf. Wir zeigen, warum Treibjagden die unfallträchtigste Jagdform bleiben und wie spanische Anbieter Trophäenjagd als Pauschalreise an Schweizer Hobby-Jagd-Vereine verkaufen.
Dazu die Halbzeitbilanz zum Herdenschutz: mehr Wölfe, deutlich weniger Risse, 183 statt 402 gerissene Nutztiere. Der Unterschied liegt nicht bei den Beutegreifern, sondern beim Herdenschutz. Wir hinterfragen den STS-Label-Kompass, der bewertet, unter welchen Bedingungen getötet werden darf, und das trotzdem Tierschutz nennt.
Im zweiten Teil: Dürre, leere Stauseen und geschwächte Igel, dazu die ab 2027 gestrichenen Klimagelder für den Wald, bei denen am Ende Reh und Hirsch zum bequemen Sündenbock zu werden drohen. Zum Schluss ein Blick auf wiederkehrende Muster in Graubündens Justiz und Politik, wo fast immer erst Bern kantonale Entscheide korrigieren musste.
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