Frankreich: Velofahrer von Hobby-Jäger erschossen
Ein Mountainbiker wurde am Samstagabend tödlich verletzt, nachdem er der am Stadtrand von Montriond in der Haute-Savoie in den Kugelhagel eines Hobby-Jägers fuhr.
Hobby-Jäger
Ein Mountainbiker wurde am Samstagabend tödlich verletzt, nachdem er am Stadtrand von Montriond in der Haute-Savoie in den Kugelhagel eines Hobby-Jägers fuhr.
Der Unfall ereignete sich gegen 18:00 Uhr während einer Hobby-Jagd, die von lokalen Hobby-Jägern in Gegenwart von Gästen organisiert wurde, sagte der Staatsanwalt der Republik Thonon-les-Bains, Philippe Toccanier. Das Unglück ereignete sich nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze.
Aus 40 Meter Distanz erschossen
Das Opfer, Marc Sutton, ein britischer Staatsangehöriger, ist ein 34-jähriger vegetarischer Gastronom, der seit einigen Jahren in der nahe gelegenen Stadt Les Gets lebte. Der Mann war ein begeisterter Biker und «perfekt identifizierbar» mit farbigem Helm und farbigem Mountainbike auf dieser gut befahrenen Strasse, die auf 1’350 Metern über dem Meeresspiegel liegt.
Der 22-jährige Hobby-Jäger war ein Jagdgast und musste im Schockzustand ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem er erkannte, dass er aus 40 Meter Distanz auf kein Wildschwein geschossen hatte. Marc Suttons Wirbelsäule und Lunge wurden von der Kugel durchbohrt. Der Mann war sofort tot.
Bürgermeister verbietet Hobby-Jagd im Gebiet
Es wurde eine Untersuchung wegen Totschlags eingeleitet. Der Bürgermeister hat die Hobby-Jagd in dem Gebiet vorläufig verboten.
Frankreich ist das einzige Land in Europa, in dem Hobby-Jäger barbarischen Trieben jeden Tag der Woche freien Lauf lassen können. Und in der Tat, es ist auch das Land, wo es am meisten Jagdunfälle gibt. Bei allen Jagdunfällen werden 20 % Unbeteiligte geschädigt und davon sind ein Drittel Todesfälle. Mehr zu Kriminalität und Hobby-Jagd.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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