Auch Waschbären haben ein Recht auf Leben!

Ende Januar 2021 wurde im Appenzell Innerhodischen Wasserauen ein Waschbär erschossen. Er hat sich „unerlaubterweise“ auf Schweizer Boden aufgehalten und in einem Haus nach Nahrung gesucht. Der Waschbär war gesund. Er hat sich friedlich verhalten und niemanden angegriffen oder in Gefahr gebracht.

Das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel erlaubt einen ganzjährigen Abschuss von Waschbären. Sie seien in der Schweiz nicht heimisch und könnten das vom Menschen erdachte und vorgegebene ökologische Gleichgewicht ins Ungleichgewicht bringen. Sie werden in „Fachkreisen“ als Neozone geführt, heisst „eingeschleppte und gebietsfremde Tierarten“ oder klar ausgedrückt als „animalis non grata.“

Speziesismus  gegenüber des Waschbären

Weltweit werden Menschen immer noch aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe diskriminiert, gedemütigt und oftmals auch verfolgt. In der Schweiz verbietet die Rassismusstrafnorm richtigerweise die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Hautfarbe und Religion. Denn kein Mensch ist besser als der andere. Alle haben wir das Recht auf Leben und darauf, mit Respekt und Anstand behandelt zu werden, egal woher wir kommen und welche Hautfarbe oder Religion wir haben. 

Bei den Tieren sieht das jedoch anders aus. Gebietsfremden Tieren wird kein Schutz gewährt: sie sind unerwünscht und „wertlos“, obwohl auch sie längst nicht mehr als Sache gelten. Ihr Recht auf Leben wird ihnen aufgrund ihrer Herkunft und im Namen des von Menschen vorgegebenen ökologischen Gleichgewichts per Gesetz abgesprochen. Das ist gelebter  „Speziesismus“, was soviel heisst: der Mensch zeigt mit seiner Haltung gebietsfremden Tieren gegenüber einmal mehr, dass er überzeugt ist, dass er als aufgrund seiner Art allen anderen Spezien überlegen ist und diese deshalb behandeln kann, wie er will. Diese Haltung ist mehr als verwerflich und darf nicht mehr länger akzeptiert werden.

Gemeinsam für den Schutz des Waschbären auf Schweizer Boden

Die PETITION hat den Schutz des Waschbären in der Schweiz zum Ziel. Waschbären sollen nicht länger aufgrund ihrer Herkunft gejagt und getötet werden. Auch für sie soll das Recht auf Leben gelten. Um einer Überpopulation der Waschbären zu verhindern und die heimische Artenvielfalt zu schützen, soll die Möglichkeit nach einem oralen Verhütungsmittel für die Waschbärenweibchen geprüft werden.

Stopp dem ungerechtfertigten Abschuss gebietsfremder Tierarten!

Mehrwert:

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Über uns: Die IG Wild beim Wild versucht Wildtieren zu helfen, weil es so viele Menschen gibt, die sich entschieden haben, ihnen weh zu tun. Die IG fordert Hobby-Jäger auf, sich ein anständiges Hobby in der Natur zu suchen, das nicht anderen Lebewesen gegenüber mit Blut, Leid, Qual und Tod verbunden ist. Es ist der IG ein Hauptanliegen, in der Kulturlandschaft ein zeitgemässes und seriöses Wildtiermanagement, nach dem Vorbild vom Kanton Genf, mit professionellen Wildhütern zu implementieren.