4. Mai 2026, 17:07

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Internationaler Tag der Fische

Am 22. August ist Internationaler Tag der Fische – ein Datum, das bislang noch recht leise daherkommt, aber immer lauter werden muss. Denn kaum eine Tiergruppe ist so vielfältig und zugleich so bedroht wie die Fische.

Über 30’000 Arten sind bekannt: vom winzigen Stichling in Schweizer Bächen bis zum majestätischen Blauflossen-Thunfisch im Mittelmeer. «Fische sind für unsere Ökosysteme so wichtig wie die Bienen an Land – nur spricht kaum jemand über sie», sagt die Biologin Anne Keller vom WWF.

Die Welternährungsorganisation FAO warnt, dass ein Drittel der Fischbestände überfischt ist. Besonders problematisch sind begehrte Arten wie Lachs oder Thunfisch. Während in norwegischen Fjorden massenweise Zuchtlachs produziert wird, kämpfen Wildbestände ums Überleben. Auch in Schweizer Flüssen sind die Bestände von Äschen und Forellen in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen.

Klimawandel und Müll im Wasser

Hinzu kommen die Belastung durch Mikroplastik und steigende Wassertemperaturen. «Wenn Flüsse im Sommer zu warm werden, kippen ganze Lebensräume», warnt Keller. Ein Beispiel ist der Rhein: Einst Heimat des Störs, ist dieser mittlerweile fast verschwunden. Projekte versuchen zwar, ihn wieder anzusiedeln – doch der Erfolg hängt davon ab, wie sauber und kühl das Wasser bleibt.

Fische auf dem Teller – und was wir ändern können

Fisch gehört für viele leider selbstverständlich auf den Speiseplan. Weltweit beziehen über drei Milliarden Menschen ihr wichtigstes tierisches Eiweiss aus Fisch. Aber was können Konsumentinnen und Konsumenten tun?

  • Siegel prüfen: Achten Sie auf MSC- oder ASC-Zertifizierungen.
  • Regional denken: Forelle oder Felchen aus heimischen Gewässern sind oft nachhaltiger als importierter Zuchtlachs.
  • Weniger ist mehr: Fisch als Genussmittel behandeln, nicht als Alltagsware.

Der Internationale Tag der Fische ist kein offizieller UN-Feiertag – doch seine Botschaft gewinnt an Gewicht. Er erinnert daran, dass die Zukunft der Ozeane und Flüsse auch in unseren Einkaufswagen entschieden wird. Oder, wie Anne Keller es formuliert: «Fische brauchen keine Blumen am Gedenktag. Sie brauchen kaltes, sauberes Wasser – und weniger Druck von uns Menschen.»

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.