Lidl: Vegane Preise wie tierische Produkte
Lidl gleicht die Preise veganer Alternativen an tierische Produkte an. Ein einzigartiger Schritt im deutschen Discountmarkt für mehr pflanzliche Ernährung.
Lidls Engagement, die Preise von veganen Alternativen an tierische Produkte anzugleichen, ist ein einzigartiger Schritt innerhalb des deutschen Discounter-Markts.
Durch die Angleichung der Preise von Produkten wie Sojadrinks, veganen Schnitzeln und veganen Würstchen an ihre tierischen Äquivalente zielt Lidl darauf ab, den Anteil pflanzlicher Proteine in ihrem Sortiment zu erhöhen. Diese Strategie steht im Einklang mit dem wachsenden Trend deutscher Einzelhändler, jüngere, kaufkräftigere Verbraucher anzusprechen, indem sie Nachhaltigkeit betonen.
Während andere Supermärkte wie Edeka und Rewe ihr Bio-Sortiment erweitert und mehr vegane Alternativen aufgenommen haben, sticht Lidls Ansatz durch die direkte Verknüpfung der Preise dieser Produkte mit ihren tierischen Äquivalenten hervor, unabhängig von Unterschieden in den Kosten der Rohstoffe oder Mehrwertsteuersätzen. Diese Preisbindung, die sowohl die Festlegung als auch die Platzierung der Produkte betrifft, ist in Deutschland beispiellos, insbesondere im effizienzgetriebenen Discount-Sektor.
Für Lidl bedeutet die Umsetzung dieser Initiative eine Preissenkung für ihr veganes Eigenmarken-Sortiment um etwa 20 %. Das Ziel ist es, diese Produkte zu einer echten und erschwinglichen Alternative für Kunden zu machen. Letztlich hofft Lidl, im Laufe der Zeit ihren Absatz zu steigern und von Skaleneffekten zu profitieren. Die Supermarktkette plant auch, Regale umzustrukturieren und vegane Alternativen in unmittelbarer Nähe zu ihren tierischen Äquivalenten zu platzieren, um die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucher zu fördern.
Obwohl es Rückschläge auf dem Markt für alternative Produkte gab, da Kunden oft nach dem ersten Kauf keine Wiederbeschaffung vornehmen, scheint Lidl die Nachfrage der Hälfte der Verbraucher anzusprechen, die Interesse an Fleischersatzprodukten gezeigt haben. Laut einer YouGov-Umfrage ist die Hauptkritik der Kunden an diesen Produkten ihr höherer Preis im Vergleich zu Fleisch.
Lidls Engagement für erschwingliche vegane Alternativen steht im Einklang mit der geplanten Ernährungsstrategie der deutschen Regierung, die das gesamte Ernährungssystem hin zu einem pflanzenbasierten Ansatz transformieren will. Dieser Wandel wird als entscheidend für die Erreichung nationaler und internationaler Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsziele angesehen.
Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass Nachhaltigkeitsinitiativen im Einzelhandelssektor nicht immer ohne Kontroversen sind. Die Supermarktkette Penny wurde zum Beispiel sowohl unterstützt als auch kritisiert für ihre «true prices»-Kampagne, bei den Umweltkosten berücksichtigt wurden. Lidl betont, dass dieses Engagement nicht bedeutet, dass tierische Produkte von ihren Regalen verschwinden, sondern dass zusätzliche Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher geschaffen werden.
Indem Lidl sich öffentlich dazu verpflichtet, den Anteil pflanzlicher Proteine in ihrem Sortiment bis 2030 von derzeit 11 Prozent auf 20 Prozent und von 6 Prozent auf 10 Prozent bei Milchprodukten zu steigern, hat das Unternehmen einen bedeutenden Schritt in Richtung seiner Nachhaltigkeitsziele gemacht. Kürzlich haben sie 20 neue vegane Alternativen in ihr Sortiment aufgenommen und ihr Angebot in dieser Kategorie weiter ausgebaut.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |
LASS UNS IN VERBINDUNG BLEIBEN!
Wir möchten dir gerne die neuesten Neuigkeiten und Angebote im Newsletter zukommen lassen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →