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Jagdgesetz

Kanton Aargau senkt Pachtzinse für Hobby-Jäger

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat am 27. August 2025 die jährliche Pachtzinssumme sowie die Reviergrenzen für die neue Jagdpachtperiode 2027–2034 festgelegt. Dabei wurde beschlossen, die jährlichen Einnahmen aus Jagdpacht um 100'000 Franken auf künftig 1,1 Millionen Franken zu reduzieren.

Redaktion Wild beim Wild — 10. September 2025

Die aktuelle Pachtperiode im Kanton Aargau läuft bis zum 31. Dezember 2026, in der die jährlichen Einnahmen bei 1,2 Millionen Franken lagen.

Der Regierungsrat rechtfertigt die Absenkung um 100’000 Franken mit dem steigenden Aufwand, den Hobby-Jäger leisten müssen. Die Rahmenbedingungen für die Ausübung der Jagd seien schwieriger geworden.

Moderne Hobby-Jäger nutzen hoch entwickelte Ausrüstung wie Schallverstärkungsgeräte, Nachtsichtgeräte, Drohnen, Ferngläser, Wärmebildkameras, Geruchsbeseitiger, GPS-Tracker usw., um ihre Unfähigkeiten zu kompensieren. Diese Technologien ermöglichen es Hobby-Jägern, Wildtiere besser zu beobachten und effizienter zu jagen, weil kaum ein Hobby-Jäger in der Lage wäre, wie ein richtiger Jäger eines Naturvolkes Beute zu machen. Die Hobby-Jagd im 21. Jahrhundert ist unfairer geworden, wobei die Wildtiere die Leidtragenden sind.

In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege derartiger Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten laut der UNO in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz. Die Freizeit-Jäger schaffen seit Jahrzehnten ein ökologisches Ungleichgewicht in der Kulturlandschaft mit teils dramatischen Folgen (Schutzwald, Krankheiten, landwirtschaftliche Schäden u. v. m.).

Der Regierungsrat honoriert das grosse Engagement der Jägerschaft und senkt die Summe der jährlichen Pachtzinsen auf 1,1 Millionen Franken.

Parallel zur finanziellen Neujustierung wurden auch die Grenzen der Jagdreviere überarbeitet. Ab dem Frühjahr 2026 werden die nun insgesamt 174 Jagdreviere und 2 Schonreviere (speziell: Wasser- und Zugvogelreservate Klingnauer Stausee und Flachsee) öffentlich zur Verpachtung ausgeschrieben, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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