Am 4. November 2025 traf sich in Rom die Spitze des europäischen Jagdlobbys.
Eingeladen hatte die italienische Federcaccia, am Tisch sass das Direktivkomitee von FACE, der europäischen Dachorganisation der Jagdverbände. Thema des Workshops: Wie lässt sich der dramatische Rückgang der Jägerzahlen in Europa stoppen, und was können andere Länder vom deutschen «Erfolgsmodell» lernen?
Auffällig ist nicht nur, worüber gesprochen wurde, sondern auch, wer in der offiziellen Kommunikation praktisch nicht vorkommt: die Schweiz. Dabei ist JagdSchweiz nicht nur einfaches Mitglied von FACE, sondern über ihren militanten Geschäftsführer David Clavadetscher sogar im engsten Führungsgremium vertreten.
FACE in Brüssel: Die Stimme der Hobby-Jäger – und eine mächtige Lobby
FACE, die «European Federation for Hunting and Conservation», bezeichnet sich selbst als Stimme von rund sieben Millionen Hobby-Jägern in 37 europäischen Ländern. Die Organisation mit Sitz in Brüssel ist als NGO im EU-Transparenzregister eingetragen und arbeitet ausdrücklich daran, Jagdinteressen in europäische Gesetzgebung zu übersetzen.
Der Vorstand von FACE besteht aus dem Präsidenten, elf Vizepräsidenten, dem Generalsekretär und dem Schatzmeister. Als Präsident amtiert seit 2024 der Niederländer Laurens Hoedemaker. Schatzmeister (Treasurer General) ist ein Schweizer: David Clavadetscher, gleichzeitig Geschäftsführer von JagdSchweiz.
JagdSchweiz selbst beschreibt sich als Dachverband der Schweizer Jägerschaft mit rund 30’000 Mitgliedern und betont seine Mitgliedschaft bei FACE sowie beim internationalen Jagdrat CIC.
Damit ist klar: Die Schweiz als Nicht-EU-Land sitzt im Herzen der europäischen Jagdlobby. Wenn FACE in Rom darüber diskutiert, wie man die Hobby-Jagd in Europa «rettet», dann geht es indirekt immer auch um die Schweizer Jagdpolitik.
Der Workshop in Rom: Deutschland als Vorzeige-Jagdland
Die Berichte von Federcaccia und jagdfreundlichen Medien zeichnen ein klares Bild. In Rom kamen die Vertreter der FACE-Mitgliedsländer zusammen, um «die Tendenz des Rückgangs der Jägerzahlen» zu analysieren, mit einer auffälligen Ausnahme: Deutschland.
Der deutsche Referent war Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV) und zugleich Vizepräsident von FACE für Deutschland. Er präsentierte, dass die Zahl der aktiven Hobby-Jäger in Deutschland in den letzten 30 Jahren um etwa 41 Prozent gestiegen sei.
Als zentrale Erfolgsfaktoren nennt er im Workshop:
- eine hohe Dichte jagdbarer Wildarten, vor allem Schalenwild
- die enge Kopplung von Grundeigentum und Jagdrecht, wodurch Waldbesitzer und Landwirte in Jagdverbänden organisiert sind
- die Anerkennung vieler Jagdorganisationen als «Umweltverbände», was ihnen in Planungs- und Bewilligungsverfahren politisches Gewicht verleiht
- ein Kommunikationsmodell, das Jäger als Produzenten «ethischer» Wildfleischprodukte und als «Klimaschützer» inszeniert, weil sie angeblich durch den Abschuss den Wald und damit das Klima retten.
Zudem werden zwei Trends besonders gefeiert: Der Anteil der Hobby-Jägerinnen sei in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen, die Jägerschaft werde jünger, und der Anteil urbaner Hobby-Jäger nehme zu. Das gleiche Muster, so die Referenten, lasse sich auch in anderen Ländern beobachten, obwohl die Gesamtzahlen dort sinken.
Jagdkrise als Imageproblem – nicht als ethische oder ökologische Frage
Auffällig ist, wie die Jagdlobby in Rom den eigenen «Krisendiskurs» rahmt. Der Rückgang der Jägerzahlen wird fast ausschliesslich als Bedrohung für die «Zukunft der Jagd» beschrieben, nicht als Chance für Wildtiere oder Biodiversität.
Die vorgeschlagenen Gegenmittel sind entsprechend:
- bessere Kommunikation
- Betonung von Klimaschutz, Artenmanagement und „Invasivenkontrolle“
- verstärkte Lobbyarbeit in Brüssel, insbesondere rund um Zugvogeljagd und «kleine» jagdbare Arten
- Reaktivierung von FACEMED, der mediterranen FACE-Plattform, um gemeinsam Jagdpolitik gegenüber dem EU-Parlament zu koordinieren.
Die Botschaft: Nicht weniger schiessen, sondern ausführlicher erklären, warum Schiessen angeblich Naturschutz ist. Dass unabhängige Studien seit Jahren einen allgemeinen Rückgang der Jägerschaft in vielen europäischen Ländern dokumentieren und zugleich massive Probleme bei Bodenbrütern, Singvögeln und Kleinsäugern sehen, wird in diesem Setting höchstens am Rand erwähnt.
Statt die Rolle der Hobby-Jagd in der Biodiversitätskrise kritisch zu hinterfragen, behandelt FACE den Rückgang der Hobby-Jäger als Kommunikations- und Rekrutierungsproblem. Genau dort setzt die Kritik an: Es geht um die Zukunft einer Freizeitlobby, nicht um die Zukunft der Wildtiere.
Die unsichtbare Schweiz: Mitglied im Vorstand, aber kein Thema in Rom
Wer die Berichte aus Rom liest, stösst immer wieder auf Deutschland und Italien, auf mediterrane Länder und Zugvogeljagd. Die Schweiz dagegen taucht in den offiziellen Texten von Federcaccia und All4shooters schlicht nicht auf.
Das ist bemerkenswert aus mehreren Gründen:
- JagdSchweiz ist Mitglied von FACE
Der Schweizer Dachverband ist formell in die Strukturen eingebunden und betont das selbst offensiv. - Der Schatzmeister von FACE kommt aus der Schweiz
David Clavadetscher, Geschäftsführer von JagdSchweiz, wurde 2021 zum Treasurer General von FACE gewählt und bekleidet diese Funktion bis heute. - Schweizer Jagdverbände erzählen eine fast identische Erfolgsstory wie Deutschland
In Schweizer Medien verweist Clavadetscher selbst auf steigende Zahlen von Jägerinnen und jungen Leuten sowie auf wachsende Nachfrage aus städtischen Gebieten – praktisch die gleiche Erzählung, die in Rom als «deutsches Modell» gefeiert wird.
Trotz dieser engen Verflechtungen bleibt die Schweiz in der öffentlichen Kommunikation zum FACE-Workshop namenlos.
Mögliche Gründe, warum die Schweiz im Schatten bleibt
Eine offizielle Begründung, weshalb die Schweiz in der Berichterstattung über den Workshop in Rom nicht vorkommt, gibt es nicht. Trotzdem lassen sich einige plausible Erklärungen diskutieren:
1. Fokus auf EU-Politik, nicht auf Drittstaaten
FACE versteht sich ausdrücklich als Lobbyorganisation, die den Einfluss der Hobby-Jäger in EU-Gesetzgebungsprozessen sichert.
Die Debatten in Rom drehen sich um:
- Einfluss auf das EU-Parlament und die Kommission
- koordiniertes Vorgehen bei Zugvogel- und Kleinvogeljagd
- Mediterrane Jagdpolitik über FACEMED
Die Schweiz ist kein EU-Mitglied. Für die Aussenkommunikation gegenüber Brüssel ist es daher strategisch nützlicher, auf EU-Staaten zu verweisen, vor allem auf grosse Beitragszahler wie Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien.
2. Politische Sensibilität der Schweizer Jagd
In der Schweiz ist die Jagd politisch umstritten, deutlich sichtbar beim Nein zum revidierten Jagdgesetz 2020, das vor allem wegen geplanter Lockerungen bei präventiven Wolfsabschüssen scheiterte.
Ein zu offensiver Auftritt von JagdSchweiz als Teil einer aggressiv auftretenden EU-Jagdlobby, die in Brüssel für mehr Abschüsse von Beutegreifern und Zugvögeln kämpft, wäre innenpolitisch heikel. Für die Schweizer Jagdverbände ist es bequemer, sich national als moderater «Naturschutzpartner» zu inszenieren, während man auf europäischer Ebene via FACE knallharte Lobbyarbeit unterstützt.
3. Imagepflege: Deutschland verkauft sich häufiger als «grünes Jagdland»
Das in Rom präsentierte Narrativ funktioniert besonders gut mit dem Beispiel Deutschland: mehr Hobby-Jäger trotz Klimabewegung, starke Einbindung der Jagd in Forst- und Landpolitik, Anerkennung als Umweltverband, und das alles in einem Land mit Grünen in Regierungsverantwortung.
Die Schweiz mit ihrer kantonal fragmentierten Jagdpraxis, der Debatte um Wildschutzgebiete und den Konflikten rund um Wolf, Luchs und Steinbock passt weniger gut in dieses glatte Erfolgsbild. Für die Kommunikationsstrategie von FACE und Federcaccia ist es einfacher, sie einfach auszublenden.
Was heisst das für die Schweiz?
Für Wildtiere spielt es keine Rolle, ob der Hobby-Jäger aus Bayern, der Toskana oder aus dem Berner Oberland kommt. Entscheidend ist, welche Strukturen die Hobby-Jagd legitimieren, wie viel geschossen wird und wie stark Jagdverbände politische Entscheidungen beeinflussen.
Die Fakten:
- JagdSchweiz ist integraler Bestandteil von FACE und unterstützt damit eine Lobbyorganisation, die systematisch daran arbeitet, Abschüsse von Wildtieren in Europa politisch abzusichern und zu erweitern.
- Die Schweizer Jagdspitze sitzt in Brüssel nicht am Rand, sondern im Vorstand von FACE.
- In der nationalen Kommunikation wird diese Rolle aber selten transparent gemacht. Stattdessen betont man «Biodiversität», «Naturschutz» und «gesellschaftlichen Auftrag».
Der Workshop in Rom zeigt exemplarisch, wie die Jagdlobby auf die eigene Legitimitätskrise reagiert: mit mehr Lobbying, mehr PR und einem grünen Anstrich, nicht mit einer ehrlichen Debatte über Ethik, Tierleid oder Alternativen zur Hobby-Jagd.
Dass die Schweiz dabei in der öffentlichen Erzählung unsichtbar bleibt, verkleinert das Problem nicht. Im Gegenteil: Es erschwert eine ehrliche Diskussion darüber, welche europäische Jagdpolitik die Schweizer Verbände über FACE mittragen, von Zugvogelabschüssen im Mittelmeerraum bis zu neuen Angriffen auf den Schutzstatus grosser Beutegreifer.
Für eine seriöse jagdpolitische Debatte in der Schweiz wäre Transparenz das Minimum:
- Offenlegung aller Mandate und Funktionen von Schweizer Jagdfunktionären in FACE und verwandten Gremien
- klare Positionierung zu Themen, die FACE in Brüssel aktiv vorantreibt (Zugvogeljagd, Beutegreifer, Feuchtgebietsjagd, Bleimunition)
- Ehrliche Zahlen zur Jagdintensität und zu den Auswirkungen auf Wildtiere statt beschönigender Imagekampagnen.
Solange die Jagdverbände diese Transparenz verweigern, bleiben Fragen wie «Warum war die Schweiz nicht dabei?» symptomatisch. Nicht, weil niemand aus der Schweiz in Rom gewesen wäre, sondern weil die Öffentlichkeit gar nicht erfahren soll, wie eng die Schweizer Jagd mit der europäischen Lobby verknüpft ist.
Naturkatastrophe Hobby-Jäger
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz. Die Auftragskiller schaffen seit Jahrzehnten ein ökologisches Ungleichgewicht in der Kulturlandschaft mit teils dramatischen Folgen (Schutzwald, Krankheiten, landwirtschaftliche Schäden u. v. m.). Über ein Drittel der Pflanzen, Wildtiere und Pilzarten gilt als bedroht. Die Schweiz ist europaweit beim Ausscheiden von Schutzflächen für die Biodiversität ebenfalls Schlusslicht. Es sind genau immer auch diese Kreise aus Hobby-Jägern mit ihrer Lobbyarbeit, die über die Politik, Medien und Gesetze seit Jahrzehnten dafür verantwortlich zu machen sind. Sie sind es, die zeitgemässe, ethische Tierschutzverbesserungen notorisch blockieren und den seriösen Tier- und Artenschutz sabotieren. Hobby-Jäger wehren sich regelmässig gegen mehr Nationalpärke in der Schweiz, weil es ihnen eben nicht um Natur, Biodiversität und Artenschutz oder Tierschutz geht, sondern darum, ihr perverses, blutiges Hobby zu pflegen.
Wussten Sie …
- dass in der Schweiz unschuldige Jungwölfe liquidiert werden?
- dass Hobby-Jäger bei der Beurteilung der Wildbretqualität lügen und dass verarbeitetes Wildfleisch laut der WHO wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend ist?
- dass laut Studie nirgendwo die Bleibelastung der Steinadler und Bartgeier höher ist, als in den Schweizer Alpen, wegen der Munition der Hobby-Jäger?
- dass die Waidgerechtigkeit der Hobby-Jäger dem Tierschutzgesetz diametral widerspricht, eine Fata Morgana ist?
- dass Jagd Krieg ist, wo man tierische Konkurrenten einfach liquidiert?
- dass es unzählige illegale und nicht gekennzeichnete Hochsitze in unserer Natur gibt, die zum Teil so morsch sind, dass sie eine Gefahr für Kinder darstellen, Menschen zu Tode kommen können?
- dass Jahr für Jahr unzählige Menschen durch Jägerwaffen getötet oder verletzt werden, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden?
- dass in der Schweiz jährlich rund 120’000 völlig gesunde Rehe, Hirsche, Füchse, Murmeltiere und Gämsen meist sinnlos gekillt werden?
- dass es wegen der Hobby-Jäger heute kaum mehr möglich ist, mit den Wildtieren in Harmonie zu leben, Wildtiere zu sehen?
- dass Schrotladungen Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und “geschossenen” Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die Nachsuche hinterlassen?
- dass die Behauptung der Hobby-Jäger, die grausamen Wildtier-Massaker seien notwendig, um Tierbestände zu regulieren, wissenschaftlich widerlegt sind?
- dass Hobby-Jäger offen zugeben, dass es bei der Jagd um die “Lust am Töten” und “die Freude am Beute-Machen” einer krankhaften Passion geht?
- dass Hobby-Jäger keinen sechsten Sinn haben und dennoch regelmässig behaupten, sie schössen nur kranke und schwache Tiere, was natürlich in der Praxis nicht stimmt?
- dass Hobby-Jäger ins Ausland zur Trophäenjagd fahren, fern aller Arten- und Jagdschutzbestimmungen, und dass es sogar Schweizer-Hobby-Jäger-Reiseveranstalter für solch debile Jagdvergnügen gibt?
- dass die überwiegende Mehrheit keine legitimierten Berufsjäger sind, sondern die Jagd als Hobby-, Sport- und Freizeitvergnügen ausüben, was nicht sittlich ist und eigentlich dem Tierschutzgesetz widerspricht?
- dass 99,07 % der zivilisierten Menschen in der Schweiz keine Hobby-Jäger sind, also nur 0,3 % Hobby-Jäger Freude an diesen blutigen Aktivitäten haben?
- dass diese Wildtierkiller nicht anhand wissenschaftlicher Rechtfertigungen jagen?
- dass geschützte Arten eigentlich nicht ins Jagdrecht gehören, weil Hobby-Jäger mit dem Artenschutz überfordert sind und immer wieder auf der Roten Liste stehende Tiere, wie Luchs, Wolf, Feldhase, Rebhuhn, Wachtel, usw., aus Spass abschiessen?
- dass Hobby-Jäger bestimmte Tierarten gezielt dezimieren, um keine Konkurrenz zu haben, für ihr widernatürliches Verhalten (Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögel, usw.)?
- dass das Wild stirbt, bevor der Hobby-Jäger auch nur einen einzigen Schuss abgeben kann, es dies zu verhindern gilt und das wohl der zentrale Gedanke der Hege und Pflege sowie Jagdplanungen ist?
- dass bei den Wildschweinen (und Füchsen) normalerweise nur die Leitbache Junge bekommt, aber aufgrund ihres Abschusses alle weiblichen Tiere innerhalb der Rotte sich fortpflanzen und wir auch deshalb eine Wildschweinschwemme haben?
- dass die Weidetiere – Hirsche, Rehe, usw. – ursprünglich hauptsächlich tagaktiv auf Feldern und Wiesen lebten, wie Ziegen, Schafe, Kühe, usw., und nicht im Wald?
- dass der Wolf für die Gesunderhaltung der wilden Huftiere langfristig lebenswichtig ist, weil er zum Beispiel mit unglaublicher Präzision kranke oder schwache Tiere erbeutet und dadurch den Hobby-Jägern hoch überlegen ist?
- dass Füchse nach der sinnlosen Jagd meist im Abfall landen?
- dass Füchse heute hauptsächlich gejagt werden, damit es mehr Hasen, usw. für die Hobby-Jäger in der Bratpfanne hat? Dass sich der Fuchs aber zu über 90 % nicht von Hasen ernährt, einen gesunden Hasen nie erwischt?
- dass man gegen Hobby-Jäger im Tierschutz nicht nur mit Sanftmut, Strassenfesten, Gebetsketten, usw. vorgehen kann (auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil)?
- dass Hobby-Jäger mit dem Jägerlatein eine respektlose Verhöhnung von Lebewesen betreiben?
- dass es verpönt ist, Hochwild an der Fütterung oder während der Paarungszeit zu erschiessen, der Hobby-Jäger aber keine Skrupel hat, dies beim Beutekonkurrenten Fuchs zu tun?
- dass in manchen Kantonen Hobby-Jäger nur des zarten Fleisches eines Jungtieres wegen auf die Jagd gehen?
- dass Hobby-Jäger trächtige Mutterkühe vor ihren Jungtieren erschiessen oder nur Jungtiere während der Aufzuchtzeit (Nach-Sonderjagd)?
- dass Hobby-Jäger die Umwelt, Natur, Mensch und Tier mit ihrer Munition vergiften?
- dass Bestialität, Barbarei, Grausamkeit, Blutvergiessen und sinnlose Qualen kein Kulturgut sein können in einer zivilisierten Gesellschaft?
- dass Hobby-Jäger jährlich rund 10’000 Rehkitze erschiessen?
- dass Hobby-Jäger im strengen Winter hungernde Tiere mit Futter anlocken, nur um sie hinterhältig und feige erschiessen zu können?
- dass Hobby-Jäger scharf gemachte Hunde in Höhlen hetzen, um Füchse und Dachse zu eliminieren (Baujagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Lebewesen in Kastenfallen locken, in denen sie unter Umständen tagelang leiden und auf ihren Killer warten müssen oder den Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten (Fallenjagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Wildtiere beim Schlafen oder Sonnen feige mit hochmodernen Präzisionswaffen aus dem Hinterhalt meucheln oder verletzen?
- dass Hobby-Jäger Auszeichnungen, Fellmärkte, Preisverleihungen für den Trophäenkult, Trophäenschauen, Pelzhandel, usw. unterstützen?
- dass Hobby-Jäger minderjährigen Schulkindern Schusswaffen in die Hände drücken und mit ihnen das Töten üben?
- dass Hobby-Jäger ihre qualvollen Taten oft in der Einsamkeit ausführen, was Tierquälereien fördert?
- dass Hobby-Jäger viele Wildtiere nur schwer verletzen und die Opfer oft stundenlang unter enormen Qualen und Angst leiden, bis ein Schweisshund sie findet und sie erschossen werden?
- dass Hobby-Jäger (ausser der Vivisektion) den Tieren am meisten Qualen und Missbrauch zufügen, auch durch die Art des Tötens?
- dass die jägerliche Tier- und Naturliebe sich nicht am Dasein des geliebten Objekts erfreut, sondern vielmehr darauf abziehlt, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und darin gipfelt, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen?
- dass Hobby-Jäger Verbissschäden geradezu fördern durch den Jagddruck, insbesondere auf Beutegreifer wie Fuchs, Luchs und Wolf?
- dass Hobby-Jäger für asoziales, unethisches und unchristliches Verhalten Tür und Tor öffnen?
- dass Hobby-Jäger der Bevölkerung normale natürliche Tierbeobachtungen und Interaktionen vorenthalten?
- dass es kein grösseres und mit Munition verseuchtes Quälprodukt gibt als Wildbret?
- dass es schweizweit keine einheitliche Regelung gibt, was Sehtest, Schiesspraxis, usw. der Hobby-Jäger betrifft?
- dass es keinen psychologischen Wesenstest für Hobby-Jäger gibt?
- dass es kein Alkoholverbot gibt für Hobby-Jäger, wenn sie mit ihren Waffen auf Tiere schiessen?
- dass Hobby-Jäger in schulische Einrichtungen eindringen, um ihr Jägerlatein und ihre Gewalt den Kindern aufzuschwätzen?
- dass ein Gericht in Bellinzona unlängst bestätigt hat, dass Jagdvereine praktisch alles, was grausam, unnötig und herzlos ist, fördern?
- dass der Verein „Jagd Schweiz“ in erster Linie Respektlosigkeit und eine Gewaltkultur kultiviert – genau das Gegenteil, wonach ein kultivierter Mensch in unserer Gesellschaft streben sollte.
- dass allein im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und Bussen gegen Hobby-Jäger verhängt werden?






