Hochsitze aus dem Gefängnis
Die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken lässt mit Steuergeldern Inhaftierte eigenen Informationen zufolge Hochsitze und andere Jagdausrüstung bauen. Resozialisierung durch Tierquälerei? PETA fordert ein Ende dieser Massnahme. Laut PETA sollte eine «Resozialisierung» von JVA-Insassen nicht durch die Herstellung von Ausrüstung erfolgen, die der Tötung von Wildtieren dient. Mitgefühl und Empathie gehören zu den wichtigsten Eigenschaften, die Menschen benötigen.
Die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken lässt mit Steuergeldern Inhaftierte eigenen Informationen zufolge Hochsitze und andere Jagdausrüstung bauen.
Resozialisierung durch Tierquälerei?

PETA fordert ein Ende dieser Massnahme. Laut PETA sollte eine «Resozialisierung» von JVA-Insassen nicht durch die Herstellung von Ausrüstung erfolgen, die der Tötung von Wildtieren dient.
Mitgefühl und Empathie gehören zu den wichtigsten Eigenschaften, die Menschen benötigen. Das Herstellen von Hochsitzen, «Aufbrechhilfen» und «Wildgalgen» ist jedoch kein geeignetes Mittel, um zu mehr Empathie zu verhelfen.
Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA
Hobby-Jagd ist unnötig
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Hobby-Jagd nicht geeignet ist, um Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Auch Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Hobby-Jagd.
Den mehr als 395’000 Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jägern in Deutschland stehen nur etwa 1’000 Berufsjägerinnen und Berufsjäger, vor allem Forstbeamtinnen und Forstbeamte, gegenüber. Eine repräsentative Forsa-Umfrage bestätigt, dass 49 % der Bevölkerung die Hobby-Jagd ablehnt.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →