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Jagd

Hobby-Jäger erschiesst Hund in Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen erschiesst ein Hobby-Jäger einen Hund an der Emscher. Die Besitzerin war mit zwei Hunden unterwegs.

Redaktion Wild beim Wild — 8. Dezember 2021

Eine Frau ist mit ihren zwei Hunden an der Emscher unterwegs gewesen.

Die Hündin Frida wurde dabei erschossen. Nach jetzigem Stand handelt es sich um einen Jagdunfall.

Am Freitagabend ist Marcha Matthiesen mit ihren beiden Hunden Frida und Sukie an der Emscher in Gelsenkirchen spazieren gewesen. Plötzlich hörte sie einen Schuss. Sie rief ihre Hunde zurück, doch es kam nur Sukie angelaufen.

Nach kurzer Suche fand sie ihre Hündin Frida – sie war tot. Der 13 Monate alte Schäferhund-Husky-Mischling wurde erschossen. Für die Hundehalterin ein grosser Schock. «Mein Herz ist gebrochen», schreibt Marcha Matthiesen in einem öffentlichen Post im Internet.

Schütze war Gast im Jagdrevier

Anders als zunächst berichtet, hat sich der mutmassliche Schütze – ein Hobby-Jäger – nicht selbst angezeigt und auch noch nicht ausgesagt. Der Kreisjägerschaft zufolge sei der Mann als Jagdgast in der Stadt und selbst ein Hundebesitzer. Laut einem Sprecher sei er erschüttert und spricht der Hundehalterin sein Mitgefühl aus.

Auch die Kreisjägerschaft hat sich für den Vorfall entschuldigt und will die Kriminalpolizei bei den Ermittlungen unterstützen. Der Vorsitzende spricht von einer Fehleinschätzung: «Der Unglücksschütze hat einen schwerwiegenden Fehler gemacht.» Marcha Matthiesen hat Anzeige gegen den Killer erstattet.

Verwechslung mit Fuchs ausgeschlossen

Dass das Gebiet zwischen Emscher und Kanal ein Jagdrevier ist, wissen wohl die wenigsten. Dort dürfen mehrere Tierarten wie zum Beispiel Hasen, Gänse oder auch Nutrias gejagt werden.

Marcha Matthiesen jedoch kann einfach nicht verstehen, wie man ihre Hündin etwa mit einem Fuchs hätte verwechseln können. «Kein Fuchs der Welt ist so gross wie meine Frida.» Doch obwohl ihr der Schrecken noch immer in den Knochen steckt, obwohl auch ihre drei Kinder (23, 13, 11) völlig am Boden zerstört seien: Groll gegen die Hobby-Jägerschaft insgesamt zu hegen, liege ihr fern, sagt sie. «Ich möchte nicht gegen Hobby-Jäger hetzen, sie haben es schwer genug mit ihrem Ruf. Aber kein verantwortungsvoller Hobby-Jäger hätte so etwas getan.» Zudem sei Frida direkt hinter einem Gebüsch gewesen. «Hätte der Schuss sie verfehlt, hätte er auch uns treffen können.»

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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