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Jagd

Das wahre Profil der Hobby-Jäger in Frankreich

Zehntausende Hobby-Jäger demonstrierten in Frankreich. Doch hinter der orangen Fassade verbergen sich Jagdunfälle und Gewalt gegen Tiere.

Redaktion Wild beim Wild — 21. September 2021

Am letzten Samstag, dem 18.9.2021, demonstrierten Zehntausende Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger in Frankreich.

70 % der Hobby-Jägerschaft sind Städter

Dabei überprüften sich die Verteidigenden der traditionellen Hobby-Jagden selber. Sie waren sauber, alle schön in Orange gekleidet und es gab keine vulgären oder provokativen Schilder. Dafür ein einziger Slogan: «Wir sind die ländliche Welt» und sie waren auch die ersten Ökologen Frankreichs. Doch, wie sieht die Realität aus?

Die Behauptung der Ländlichkeit entspricht nicht der Realität. Laut der Studie der Stiftung Sommer und der IPSOS/LPO-Umfrage sind fast 70 % der Hobby-Jägerschaft Städter. Etwa die Hälfte der französischen Wildtierkiller lebt in Städten mit mehr als 20’000 Einwohnenden. Weniger als 4 % der Hobby-Jägerschaft sind Landwirte.

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Tatsächlich verschärfen sich die Spannungen zwischen der Hobby-Jägerschaft und Landwirtinnen und Landwirten aufgrund der katastrophalen Bewirtschaftung der Wildschweinpopulationen immer mehr. Darüber hinaus beklagen sich immer mehr Landwirtinnen und Landwirte über die Ausrottung ihrer wichtigsten Verbündeten – die Füchse – als Folge von Feldmausschäden.

Zwischen 20’000 und 40’000 weniger Hobby-Jäger pro Jahr

Von 2’350’000 im Jahr 1984 sank die Zahl dieser Waffentragenden auf 1’100’000 im Jahr 2018 und liegt heute unter der symbolischen Million. Angesichts der Alterspyramide (60 % sind über 50 Jahre alt, davon 31,4 % 65 Jahre und älter) gibt es jedes Jahr zwischen 20’000 und 40’000 weniger Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger.

«Haben Sie jemals gejagt?», fragten die Meinungsforschenden. Die Antwort: Ja 9 %, Nein 91 %. 71 % der Französinnen und Franzosen fühlen sich während der Jagdsaison in der freien Natur nicht sicher. Und unter den Jagdarten wird die Jagd mit Hunden besonders abgelehnt: 86 % sind dagegen.

Diese Hobby-Jagden, die abscheuliches Leid verursachen, wie z. B. das Erwürgen von Vögeln, finden nur zum Vergnügen, zum Zeitvertreib statt. Wir befinden uns nicht mehr in einer Zeit des Krieges oder der Hungersnot, schreibt charliehebdo.fr.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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