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Tierwelt

Erster Bewohner im Bärenland Arosa kommt aus Serbien

Für das Tier wird es vermutlich eine Wohltat sein: Der letzte Zirkusbär Serbiens wird ab August im Bärenland von Arosa wohnen. In seiner Heimat musste das Tier viele Qualen erleiden. Der erste Bewohner des Bärenlands in Arosa steht fest: Es ist der letzte Zirkusbär Serbiens. Bis zu seiner Rettung im Herbst 2016 lebte das Tier

Redaktion Wild beim Wild — 16. April 2018
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Für das Tier wird es vermutlich eine Wohltat sein: Der letzte Zirkusbär Serbiens wird ab August im Bärenland von Arosa wohnen. In seiner Heimat musste das Tier viele Qualen erleiden.

Zirkusbär Serbien
Der serbische Zirkusbär zieht im Juli 2018 nach Arosa. FOUR PAWS | KRISTIJAN OVARI

Der erste Bewohner des Bärenlands in Arosa steht fest: Es ist der letzte Zirkusbär Serbiens. Bis zu seiner Rettung im Herbst 2016 lebte das Tier in einem winzigen, verrosteten und vermüllten Metallkäfig ohne Schutz vor Regen und Sonne.

Nach jahrelangen Qualen zieht der noch namenlose Bär voraussichtlich im Juli in das «Bärenland Arosa» ein, das im August eröffnet wird. Das teilten Arosa Tourismus und die Tierschutzorganisation Vier Pfoten am Sonntag mit.

Bär konnte Käfig kaum verlassen

Der 11-jährige Bär ist eine Kreuzung zwischen Europäischem Braunbär und Eisbär und bringt rund 350 Kilogramm auf die Waage. In seinem Käfig im heute geschlossenen serbischen Zirkus Corona in der Stadt Srbobran konnte sich das gross gewachsene Tier laut Communiqué nicht einmal aufrichten – und das vermutlich jahrelang. In Serbien gebe es seit 2009 ein Wildtierverbot in Zirkussen. Es sei daher anzunehmen, dass der Bär über Jahre nicht aufgetreten sei und seinen Käfig kaum verlassen habe können, hiess es.

Im November 2016 hatten serbische Behörden unter Mithilfe von Vier Pfoten den Bären konfisziert. Das Rettungsteam fand damals noch zwei weitere Braunbären, die heute im Bärenwald Müritz im Nordosten Deutschlands leben.

Zahnbehandlung dringend nötig

Übergangsweise lebe der Bär im Zoo Palic in Nordserbien. Dort zeige er sich bisher sehr aktiv und freundlich, auch gegenüber Artgenossen in benachbarten Gehegen. Da er sich nun mehr bewegen könne, habe er seit seiner Konfiszierung deutlich an Muskelmasse zugelegt.

Zähne des Bären
Auch seine Zähne waren aufgrund der Fehlernährung in einem schlechten Zustand. Der Kiefer war entzündet.

Allerdings benötige er dringend eine Zahnbehandlung, ein Teil seines Kiefers scheine stark beschädigt zu sein. Denn durch die jahrelange Fehlernährung hätten seine Zähne sehr gelitten.

Drei Hektaren neues Zuhause

Das Bärenland in Arosa bietet dem Bären und weiteren Artgenossen auf rund drei Hektaren Gehege mit zahlreichen Beschäftigungsmöglichkeiten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Bärenland Arosa Visualisierung
Visualisierung Bärenland Arosa

Derzeit sind die Bauarbeiten aufgrund der Wintersaison in Arosa unterbrochen. Sobald es die Wetterverhältnisse zulassen, wird weiter an der Realisierung des Bärenschutzzentrums gearbeitet. Geplant ist die Eröffnung des Arosa Bärenlandes im August 2018. Der erste Bewohner wird kurz vorher in seinem neuen Zuhause eintreffen. Dort wird er dann auch seinen offiziellen Namen erhalten. Mehr zu Tierrechten und Wildtieren.

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