Die Jagdtätigkeit lässt die Art vermehren
Wissenschaftliche Daten auch in Italien zeigen unwiderlegbar, dass die Vermehrung der Wildschweinpopulation und damit auch die Zunahme von Schäden in der Landwirtschaft und von Verkehrsunfällen eine direkte Folge des Jagddrucks auf diese Art ist.
Studie aus Italien belegt Zusammenhang
In einem Bericht weist Prof. Andrea Mazzatenta von der Universität Teramo und Experte für «Pheromone» nach, dass die Zunahme der Wildschweinpopulation jägerlastig ist.
Prof. Mazzatenta hat mit genauen Forschungen, Daten und Grafiken gezeigt, dass die Hauptursache für die Vermehrung und Ausbreitung des Wildschweins in den Abruzzen die heftige Hobby-Jagd ist. In jagdfreien Gebieten wie Nationalparks besteht dieses Problem nicht, insbesondere wenn Wölfe anwesend sind.
Pheromone der Leitbache
Wie Prof. Mazzatenta erklärt, werden Wildschweinrotten von «matriarchalischen» Weibchen dominiert. Aufgrund der Emission von Pheromonen der Leitbache, was die Fruchtbarkeit von Weibchen niedrigeren Ranges hemmt, sich als Einzige in der Rotte fortpflanzen.
In der Tat schiessen Hobby-Jäger bei ihren Wildschweinjagden die matriarchalischen Weibchen ab, wodurch die Rotten zerfallen und eine «befreiende» Reaktion bei den anderen, rangniedrigeren Weibchen ausgelöst wird, die sofort in die Brunst gehen, sich mehrmals im selben Jahr fortpflanzen und ihrerseits andere Rotten bilden.
Gericht setzt Wildschweinjagd aus
Eine Entscheidung des regionalen Verwaltungsgerichts der Toskana hat dazu geführt, die Jagd auf Wildschweine in Braccata auszusetzen, um den Zusammenhang zwischen Jagddruck und der Zunahme der Wildschweinpopulation zu verdeutlichen.
Insgesamt haben alle Bemühungen inkl. illegaler Hochsitze, Nachtsichtgeräte, jagen in der Dunkelheit usw. seitens der Hobby-Jäger in den vergangenen Jahren keinen Erfolg gebracht. Die Wildschweine vermehren sich gerade wegen der Hobby-Jagd unaufhaltsam weiter.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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